Zweifel an Professorentitel: AfD-Politiker muss vor Gericht

  • Wegen mutmaßlichen Titelmissbrauchs muss sich der AfD-Politiker Gunnar Beck vor Gericht verantworten.
  • Bereits 2019 hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ein Ermittlungsverfahren gegen Beck eingeläutet.
  • Der Europaabgeordnete wies die Vorwürfe zurück.
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Neuss. Der Europaabgeordnete Gunnar Beck (AfD) muss wegen des Verdachts des Titelmissbrauchs vor Gericht. Das hat das Amtsgericht in Neuss am Donnerstag angekündigt.

Termin der Verhandlung sei der 5. Mai. Das Amtsgericht hatte zuvor einen Strafbefehl in Höhe von 60 Tagessätzen gegen den 56-jährigen Beck erlassen, gegen den dessen Verteidiger aber Einspruch angekündigt hatte.

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Zweifel an Legitimität des Professorentitels

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte 2019 ein Ermittlungsverfahren gegen Beck eingeleitet. Zuvor waren Zweifel am Professorentitel des Politikers aufgekommen. Beck hatte die Vorwürfe zurückgewiesen: Er arbeite seit vielen Jahren als Hochschullehrer in Großbritannien.

Der Staatsanwaltschaft zufolge soll er sich auf einer Versammlung der AfD in Magdeburg im November 2018 als „Professor“ vorgestellt haben, ohne Professor zu sein. Für den Missbrauch von Titeln sieht das Gesetz eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr vor.

RND/dpa

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