AfD und Verfassungsschutz – Ex-Chefin Petry: “Man haftet für die Unvernunft der Parteigenossen”

Ex-AfD-Chefin Frauke Petry ist nicht überrascht von der Beobachtung des “Flügels” der AfD durch den Verfassungsschutz.

Ex-AfD-Chefin Frauke Petry ist nicht überrascht von der Beobachtung des “Flügels” der AfD durch den Verfassungsschutz.

Die frühere AfD-Vorsitzende Frauke Petry glaubt, die Verfassungsschutz-Beobachtung des “Flügels” hätte verhindert werden können. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte Petry: “Die Entscheidung, den ‘Flügel’ innerhalb der AfD offiziell zu beobachten, bahnt sich seit 2016 an und hätte mit führungsstarkem Personal verhindert werden können. Nun ist die AfD sehenden Auges in die ‘Republikanerfalle’ gerannt.” Die rechtsextremen “Republikaner” wurden nach Wahlerfolgen 1992 vom Verfassungsschutz beobachtet, die Partei zog danach nie mehr in ein Landesparlament ein.

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AfD-"Flügel" wird beobachtet

Der Verfassungsschutz hält die Gruppierung um Björn Höcke für rechtsextrem.

Petry: “Dramatisch für den Wähler”

Petry sieht die Beobachtung des “Flügels” gleichbedeutend mit einer Beobachtung der gesamten Partei. “Da es keine klar erfassbare organisatorische Abgrenzung des ’Flügels‘ zur Gesamtpartei gibt, ist damit auch die gesamte AfD Beobachtungsobjekt, egal, ob dies gerechtfertigt ist oder nicht. Dies ist dramatisch für den Wähler, aber auch für vernünftige AfD-Vertreter. In einer Partei reicht es nicht, selbst vernünftig zu sein, man haftet eben auch für die Unvernunft der Parteigenossen.”

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Petry hatte vergeblich den Parteiausschluss von “Flügel”-Chef Björn Höcke betrieben. Nach der Bundestagswahl 2017, bei der sie ein Direktmandat gewann, trat sie aus der Partei aus.

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