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AfD-Fraktion um Alice Weidel trifft in Moskau russische Politiker - “keine Scheuklappen”

  • Eine AfD-Delegation trifft sich in Moskau mit russischen Politikern.
  • Darunter ist auch die Fraktionschefin Alice Weidel.
  • Sie sprechen sich für eine Normalisierung der deutsch-russischen Beziehungen aus.
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Moskau. Vertreter der AfD-Bundestagsfraktion und Abgeordnete des russischen Parlaments haben sich nach Moskauer Angaben für eine Normalisierung der zwischenstaatlichen Beziehungen ausgesprochen. Das teilte die Staatsduma am Mittwoch nach Gesprächen mit AfD-Fraktionschefin Alice Weidel und ihren Parteikollegen Robby Schlund und Petr Bystron in Moskau mit. Weidel traf auch den prominenten Politiker Michail Schwydkoi, Beauftragter von Präsident Wladimir Putin für kulturelle Zusammenarbeit mit dem Ausland.

„Es ist wichtig, den Dialog mit Russland aufrecht zu erhalten. Wir brauchen mehr Pragmatismus in den Beziehungen und weniger ideologische Scheuklappen“, sagte Weidel nach dem Treffen mit Schwydkoi. Dies sei im beiderseitigen Interesse.

Deutsch-russisches Verhältnis extrem angespannt

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Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sind unter anderem wegen des Ukraine-Konflikts und wegen der Vergiftung des Putin-Gegners Alexej Nawalny so gespannt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Schwydkoi hatte zuletzt auch den SPD-Bundestagsabgeordneten Johann Saathoff empfangen, der Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland ist.

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In der Staatsduma trafen die AfD-Politiker und Vertreter des Auswärtigen Ausschusses des russischen Parlaments zusammen. Ausschusschef Leonid Sluzki regte einer Mitteilung zufolge an, die Kontakte zu verstärken. So könnten etwa Konferenzen, Seminare oder auch eine gemeinsame Online-Sitzung der Auswärtigen Ausschüsse der Duma und des Bundestages organisiert werden. „Die AfD-Vertreter versicherten, dass sie für eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation eintreten“, hieß es in der Duma-Mitteilung.

An diesem Donnerstag wollen die Abgeordneten auch das Moskauer Gamaleja-Institut besuchen, in dem der russische Impfstoff Sputnik V entwickelt wurde. Das Institut konnte das auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht bestätigen. „Wir haben bisher keine Information des Gesundheitsministeriums zu diesem Besuch erhalten“, teilte der stellvertretende Direktor, Alexander Chowajew, mit.

RND/dpa

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