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AfD entlässt langjährigen Pressesprecher wegen Faschismus-Vorwürfen

  • Der langjährige Pressesprecher der AfD ist überraschend entlassen worden.
  • Fraktionsvorsitzender Alexander Gauland bestätigte die Freistellung Christian Lüths.
  • Dieser soll sich wiederholt als “Faschist” bezeichnet haben.
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Berlin. Die AfD hat ihren langjährigen Fraktions-Pressesprecher Christian Lüth entlassen. Die Meldung, über die zuerst "Zeit Online” berichtete, wurde dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) von AfD-Fraktionschef Alexander Gauland bestätigt.

Ein Grund für die Entlassung ist demnach Lüths Einstellung zum Nationalsozialismus. Er soll sich in Chats wiederholt als “Faschist” bezeichnet und immer wieder seine “arische” Abstammung betont haben. Besonders stolz ist Lüth auf seinen Großvater Wolfgang Lüth, einem U-Boot-Kommandanten des Zweiten Weltkriegs, der Ritterkreuzträger und überzeugter Nationalsozialist war, Nach einem Gespräch mit Partei-Ko-Chef Tino Chrupalla vor einigen Wochen hat die Partei eine “arbeitsrechtliche Prüfung” gegen Lüth eingeleitet, heißt es. Bereits vor rund einer Woche traf dann offenbar Gauland selbst die Entscheidung, Lüth mit sofortiger Wirkung freizustellen. Weitere Gründe für die Entlassung sollen im privaten Bereich liegen.

Der 43-jährige Lüth war seit 2013 Partei- und Fraktionssprecher der AfD. Er galt als enger Vertrauter Gaulands und Strippenzieher bei wichtigen Personalfragen.

RND/jps/cz

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