Thüringer AfD-Chef Björn Höcke offenbar mit Coronavirus infiziert

  • Der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke hat sich offenbar mit dem Coronavirus infiziert.
  • Dies berichtet der MDR und bezieht sich auf Informationen aus Landtags- und Sicherheitskreisen.
  • Höcke hatte sich öffentlich mehrfach gegen eine Impfung ausgesprochen und war am Mittwoch nicht im Landtag erschienen.
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Thüringens AfD-Chef Björn Höcke soll sich laut Medienberichten mit dem Coronavirus infiziert haben. Dies hatte zunächst der „MDR“ unter Berufung auf Landtags- und Sicherheitskreise berichtet. Nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) soll der Schnelltest des AfD-Politikers positiv ausgefallen sein.

Die AfD wollte sich dazu bisher nicht äußern. AfD-Fraktionssprecherin Lydia Funke und Co-Parteichef Stefan Möller lehnten einen Kommentar gegenüber dem MDR ab. Höcke hatte sich in der Vergangenheit mehrfach öffentlich gegen eine Impfung ausgesprochen. Bei einer Rede Mitte September bezeichnete er die Corona-Impfung als „Gentherapie“.

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Höcke mit Corona infiziert

Björn Höcke hatte am gestrigen Mittwoch nicht an der Plenarsitzung im Landtag teilgenommen. Nach RND-Informationen hat sich Höcke krankgemeldet. Zugleich hat der Thüringer Justizausschuss gestern die Immunität des AfD-Fraktionschefs aufgehoben. Damit machte das Landtagsgremium den Weg für Ermittlungen gegen Höcke frei.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt dem Vernehmen nach wegen einer Rede gegen Höcke, die er in Merseburg (Sachsen-Anhalt) gehalten hat und mit dem Satz „Alles für Deutschland“ beendet haben soll. Laut eines Gutachtens des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags soll das Verwenden der Formulierung „Alles für Deutschland“ strafbar sein, weil es sich um eine Losung der NS-Organisation SA handelt.

Die Thüringer AfD wurde im März vom Landesverfassungsschutz als gesichert extremistisches Beobachtungsobjekt eingestuft. Der Bundesverfassungsschutzchef Thomas Haldenwang hatte Höcke zudem als Rechtsextremisten bezeichnet.

RND/jps/scs/dpa

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