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AfD-Basis soll bis Ende Mai ein Spitzenduo wählen

  • Die Mitglieder der Alternative für Deutschland sollen über ein Spitzenduo für die Bundestagswahl abstimmen. Bewerber haben Zeit bis Ende April.
  • Parteichef Tino Chrupalla muss sich jetzt auf die Suche nach einer aussichtsreichen Partnerin machen.
  • Damit könnte eine Parteiprominente wieder im Spiel sein, die noch am Morgen zurückgezogen hatte.
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Dresden. Die AfD-Basis soll bis Ende Mai über ein Spitzenkandidatenduo für die Bundestagswahl entscheiden. Zuvor hatte der Bundesparteitag in Dresden mit äußerst knapper Mehrheit abgelehnt, die Spitzenkandidatenfrage von den Delegierten entscheiden zu lassen. Sie machten nur die Vorgabe, dass ausschließlich Teams von zwei Kandidierenden antreten können.

Nach einem Beschluss des Bundesvorstands, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt, können sich Kandidierendenduos bis zum 29. April bewerben. Der Zeitraum der Mitgliederumfrage läuft dann vom 14. bis 25. Mai. Am 27. Mai soll das neue Spitzenduo der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Das wäre noch vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, von der sich die AfD Rückenwind für den Bundestagswahlkampf verspricht.

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Die AfD tagt in Dresden: ein Parteitag mit besonders viel Brisanz
2:06 min
Die rechtspopulistische Partei erwartet auf ihrem Bundesparteitag rund 600 Gäste. Draußen blockierte ein linkes Bündnis die Zufahrtswege.  © Reuters
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Parteichef Tino Chrupalla gilt als Spitzenkandidat als wahrscheinlich. Er hat aber bisher keine Präferenz für ein Team erkennen lassen und muss sich nun für die Kandidatur eine Partnerin oder einen Partner suchen. Auch die AfD, die eigentlich allen Quotenregelungen abhold ist, hat eine stillschweigende Proporzübereinkunft. Chrupalla, dem Mann aus dem Osten, müsste danach eine Frau aus dem Westen zur Seite stehen.

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Co-Parteichef Jörg Meuthen, der selbst nicht für den Bundestag kandidiert, hatte sich für die hessische Bundestagsabgeordnete Joana Cotar angesprochen. Meuthen sagte: „Meine Unterstützung hat sie, uneingeschränkt.“ Meuthen sagte, wenn man auf der einen Seite einen Vertreter des „sozialpatriotischen Flügels“ habe und auf der anderen einen des „freiheitlichen Flügels“, wäre das ein Signal der Einigkeit, das der AfD „gut anstünde“.

Alice Weidel könnte nun doch noch zur Spitzenfrau gekürt werden

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Doch die Basis fühlt sich an solche Ausgleichsideen nicht gebunden. Bei einem Mitgliedervotum geht es primär um Bekanntheit.

Und damit käme eine Parteiprominente wieder ins Spiel: Bundestags-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel. Am Samstagmorgen hatte sie noch angekündigt, „auf diesem Parteitag nicht für die Spitzenkandidatur zur Verfügung zu stehen“. Für eine Nominierung in einem Spitzenteam gilt das aber explizit nicht.

Weidel hat Chrupallas Aufstieg an die Bundesspitze maßgeblich unterstützt, daher wäre ein Duo der beiden nur naheliegend. Damit wäre allerdings das Meuthen-Lager im Spitzenteam nicht mehr vertreten.

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