AfD-Auto abgebrannt: Polizei geht von Brandstiftung aus

  • Ein Wahlkampflaster der AfD ist am Sonntag im Kyffhäuser-Kreis abgebrannt.
  • Nun schließt die Polizei einen technischen Defekt als Ursache aus.
  • Die Ermittler gehen von einer politisch motivierten Straftat aus, schließen aber nichts aus.
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Nordhausen. Nach dem Brand eines Wahlkampf-Lastwagens der AfD schließt die Polizei einen technischen Defekt als Ursache für das Feuer aus. "Es gibt Spuren, die darauf schließen lassen, dass kein technischer Defekt für den Brand verantwortlich ist", sagte eine Sprecherin der Polizei. Bei der Kriminalpolizei Nordhausen ermittelt die Staatsschutz-Abteilung wegen Brandstiftung. Nach Angaben der Sprecherin gehe die Polizei derzeit zwar von einer politisch motivierten Straftat aus, ermittle aber dennoch in alle Richtungen. Einen Tatverdächtigen gebe es bislang noch nicht.

Schaden von rund 80.000 Euro

In der Nacht zu Sonntag war in Reinsdorf (Kyffhäuser-Kreis) ein Wahlkampf-Laster der AfD in Flammen aufgegangen und abgebrannt. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf rund 80.000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt. In dem Lastwagen sollen sich unter anderem Tontechnik und Material für AfD-Veranstaltungen befunden haben. Laut AfD-Landesverband war das Fahrzeug auf dem Grundstück eines Parteimitglieds abgestellt.

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In Thüringen wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt. In den letzten Wochen des Wahlkampfes kam es immer wieder zu Straftaten. So wurden zuletzt mehrere Morddrohungen gegen Politiker wie Grünen-Chef Robert Habeck, Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) oder CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring bekannt.

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RND/dpa