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Abdala und Soberana – Kuba setzt auf eigenen Corona-Impfstoff

  • Die kubanische Regierung hat Impfungen mit einem selbst entwickelten Mittel gegen das Coronavirus gestartet.
  • Nach Angaben der Gesundheitsbehörden würden seit Mittwoch Menschen aus vier Stadtteilen Havannas mit dem Vakzin Abdala gespritzt.
  • Ergebnisse des dritten und damit letzten Testlaufs für Abdala hätten allerdings noch nicht vorgelegen.
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Havanna. Die kubanische Regierung hat Impfungen mit einem selbst entwickelten Mittel gegen das Coronavirus gestartet.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden würden seit Mittwoch Menschen aus vier Stadtteilen Havannas mit dem Vakzin Abdala gespritzt, berichtete der Nachrichtensender Telesur.

In der letzten Maiwoche sollen demnach weitere Gemeinden eingebunden werden. Obwohl die Ergebnisse des dritten und damit letzten Testlaufs für Abdala noch nicht vorliegen, habe man sich zu diesem Schritt entschieden, hieß es.

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Gesundheitsminister José Angel Portal erklärte, diese Maßnahme sei zeitlich begrenzt. Die Regierung habe sich dazu entschieden, um bei der Immunisierung der Bevölkerung voranzukommen.

Man warte zugleich darauf, dass die staatliche Kontrollstelle für Medikamente und medizinisches Gerät (Cedmed) grünes Licht für die Massenanwendung von Abdala sowie Soberana 02 gebe, einen weiteren im Land entwickelten Impfstoff. Portal erwartet, dass bis August 70 Prozent der Bevölkerung Kubas geimpft sein werden.

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Kubanischer Impfstoff: „Abdala“ mit 92 Prozent Wirksamkeit
1:56 min
Der Staatsbetrieb BioCubaFarma hat mitgeteilt, dass der Testkandidat „Abdala“ zu mehr als 92 Prozent gegen das Coronavirus schützt.  © Reuters

Sollten die kubanischen Impfstoffe erfolgreich sein, wäre das auch ein Fortschritt für andere Staaten Lateinamerikas. Bolivien, Mexiko, Argentinien und Jamaika haben bereits Interesse angekündigt, das Vakzin zu kaufen oder auch selbst zu produzieren.

In Kuba haben sich offiziellen Angaben zufolge knapp 120.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 768 sind gestorben.

RND/cle/epd

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