ABC-Alarm: Dortmunder Journalisten bekommen Drohbriefe

Im Dortmunder Studio des Westdeutschen Rundfunks ging ein Umschlag mit weißem Pulver ein. Der zweite Umschlag war an einen freien Journalisten adressiert, der sich ebenfalls um die rechtsextremistische Szene in der Stadt kümmert.

Anzeige
Anzeige

Dortmund. In Dortmund sind am Mittwoch bei Journalisten zwei Briefe mit verdächtigem Inhalt eingegangen. Das teilte der Westdeutsche Rundfunk auf seiner Homepage mit. Beim Öffnen der Briefe rieselte weißes Pulver heraus. Mittlerweile ist klar, dass es sich in beiden Fällen um Backpulver handelte.

Die Briefe waren dem Sender zufolge an Journalisten gerichtet, die über die rechtsextremistische Szene der Stadt berichten. Einer der beiden war an das WDR-Landesstudio adressiert – und zwar namentlich an einen Reporter, der die Neonazi-Szene der Stadt intensiv beobachtet. Er hatte in der Vergangenheit bereits Drohungen erhalten. Der zweite Brief ging an einen freien Journalisten mit ähnlichem Themenspektrum. Auf der Rückseite der Briefe war als Absender ein antifaschistisches Recherche-Netzwerk angegeben - vermutlich als Ablenkungsmanöver.

Auch Stephan E. war in Dortmund

Anzeige

Die Polizei vermutet einen politischen Hintergrund. Die Sonderkommission „Rechts“ hat die Ermittlungen übernommen.

Dortmund gilt innerhalb Westdeutschlands als ein Hotspot der rechten Szene. Auch der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, Stephan E., trat dort in Erscheinung, als er 2009 an einem Überfall auf eine 1.-Mai-Kundgebung teilnahm.

Von RND

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen