Ab diesem Monat gibt’s mehr Geld für Scheidungskinder

  • Scheidungskinder bekommen im neuen Jahr von ihren unterhaltspflichtigen Elternteilen mehr Geld.
  • Die neue “Düsseldorfer Tabelle” ist seit 1. Januar 2020 in Kraft.
  • Die neuen Regelungen zur Unterhaltszahlungen finden Sie hier - zum Download.
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Düsseldorf. Der Mindestunterhalt für ein Kind bis sechs Jahre steigt laut Oberlandesgericht Düsseldorf um 15 Euro auf 369 Euro.

Für Jungen und Mädchen bis zum zwölften Lebensjahr liegt er bei 424 statt bisher 406 Euro, für Kinder bis zum 18. Lebensjahr bei 497 statt 476 Euro.

Für volljährige Kinder, die noch im Haushalt eines Elternteils leben, steigt der Unterhaltssatz erstmals seit zwei Jahren wieder leicht und liegt nun bei 530 statt 527 Euro.

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Die Mindestwerte gelten für ein Nettoeinkommen von bis zu 1.900 Euro.

Auch für unterhaltspflichtige Väter und Mütter in den höheren Einkommensgruppen wachsen demnach die Bedarfssätze je nach Verdienst um fünf bis acht Prozent. Auf den Unterhaltsbedarf muss das Kindergeld angerechnet werden, bei minderjährigen Kindern in der Regel zur Hälfte.

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Während die Einkommensgruppen der "Düsseldorfer Tabelle" in 2020 unverändert blieben, steigt der Selbstbehalt des getrennt lebenden Elternteils erstmals seit 2015 wieder, wie das Gericht mitteilte.

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Für nicht erwerbstätige Elternteile, die unterhaltspflichtige und unverheiratete Kinder unter 21 Jahren haben, liegt der Betrag nunmehr bei mindestens 960 Euro (davor 880 Euro) und Erwerbstätigen stehen mindestens 1.160 Euro zu (davor 1.080 Euro).

Die "Düsseldorfer Tabelle" war zuletzt zum 1. Januar 2019 angepasst worden, eine erneute Änderung wird es laut Gericht voraussichtlich zum Jahr 2021 geben.

Die vom Oberlandesgericht Düsseldorf herausgegebene Tabelle gibt seit 1962 einheitliche Richtwerte für die Berechnung des Familienunterhalts vor. Die Tabelle selbst hat keine Gesetzeskraft und ist eine allgemeine Richtlinie, die von allen Oberlandesgerichten bundesweit bei der Berechnung des Kindesunterhalts benutzt wird.

RND/epd/cle