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A49-Ausbau: Aktivisten seilen sich von Autobahnbrücken ab

  • Seit geraumer Zeit protestieren Klimaaktivisten gegen den A49-Ausbau und die damit einhergehende Rodung im Herrenwald und im Dannenröder Forst.
  • Nun haben sich Aktivisten von mehreren Autobahnbrücken abgeseilt.
  • Es kam zu Verkehrsbeeinträchtigungen.
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Wiesbaden. Aus Protest gegen den Weiterbau der Autobahn 49 in Hessen haben sich am Montag Umweltaktivisten von mehreren Autobahnbrücken im Rhein-Main-Gebiet abgeseilt und so für Beeinträchtigungen gesorgt.

Zu einer Aktion kam es am Morgen an der Autobahn 3 zwischen dem Wiesbadener Kreuz und Niedernhausen. Die Autobahn wurde in beide Richtungen zeitweise abgesperrt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Zuvor hatte hessenschau.de darüber berichtet.

„Dadurch, dass wir hängen, erzeugen wir einen künstlichen Stau und Aufmerksamkeit“, sagte eine der Aktivistinnen auf der A3. Weitere Abseil-Aktionen gab es nach Angaben eines Polizeisprechers an der Autobahn 661 und an der Autobahn 5.

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Ähnliche Blockade-Aktion im Oktober

Die Blockade stehe in Bezug zum Protest gegen die Rodung im Herrenwald und im Dannenröder Forst. Für den Weiterbau der Autobahn 49, die einmal Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden soll, werden derzeit bereits Bäume im Herrenwald gefällt, im Dannenröder Forst stehen die Rodungen noch bevor.

In beiden Wäldern hatten sich Umwelt- und Klimaschützer in Baumhäusern und auf Plattformen verschanzt, um die Fällarbeiten zu verhindern oder aufzuhalten. Sie halten das Projekt für verfehlt, da es der Verkehrswende entgegenstehe.

Befürworter versprechen sich dagegen von dem A49-Lückenschluss weniger Verkehrsbelastung und Lärm sowie ein geringeres Unfallrisiko in den Dörfern der Region, kürzere Wege für Pendler sowie eine bessere Anbindung an das Straßennetz.

Mitte Oktober war es bei einer ähnlichen Blockade-Aktion an der A3 im Rückstau bei Idstein zu einem Unfall gekommen, bei der eine Person schwer verletzt wurde. Ein Auto war am Stauende auf einen Lastwagen aufgefahren.

RND/dpa

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