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Geheime Dokumente zu 9/11-Ermittlungen: FBI veröffentlicht erste Papiere – welche Rolle spielt Saudi-Arabien?

  • Das FBI hat nach einem Dekret von US-Präsident Biden erste Dokumente zu den 9/11-Ermittlungen veröffentlicht.
  • Es handelt sich dabei um 16 Seiten, die teilweise geschwärzt sind.
  • Laut dem Dokument gab es Verbindungen zwischen den Terroristen und Beamten aus Saudi-Arabien.
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Washington. Die US-Bundes­polizei FBI hat das erste Dokument in Zusammenhang mit ihren Ermittlungen zu den Anschlägen am 11. September 2001 und mutmaßlichen Verwicklungen der saudi-arabischen Regierung frei­gegeben. Das FBI befolgte am Samstag damit eine Anweisung von US-Präsident Joe Biden. Angehörige der Opfer hatten diesen Schritt von ihm gefordert.

In dem teilweise geschwärzten 16-seitigen Dokument werden Kontakte zwischen den Entführern der vier Passagier­maschinen und saudi-arabischen Beamten skizziert. Es gibt aber keinen Beweis dafür, das die Regierung in Riad an den Anschlägen beteiligt war, bei denen fast 3000 Menschen getötet wurden. Ihrer gedachten die USA am Samstag anlässlich des 20. Jahrestages der Anschläge.

9/11: Welche Rolle spielt Saudi-Arabien?

Saudi-Arabien hatte immer wieder erklärt, es habe keine Rolle bei den Anschlägen gespielt. Seine Botschaft in Washington gab zunächst keine Stellung­nahme zu der FBI-Veröffentlichung ab. In einer Erklärung vom 8. September hatte sie mitgeteilt, Saudi-Arabien habe sich stets für Transparenz in Bezug auf die Ereignisse am 11. September 2001 eingesetzt und begrüße in diesem Zusammenhang die Freigabe von Verschluss­sachen durch die USA.

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Frühere Ermittlungen hätten keinerlei Beweis erbracht, dass die saudi-arabische Regierung oder ihre Mitarbeiter vorab über die Anschläge informiert oder in irgendeiner Weise involviert gewesen wären.

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Fast alle 9/11-Entführer kamen aus Saudi-Arabien

15 der 19 Entführer der Flug­zeuge kamen aus Saudi-Arabien. Zu den Anschlägen hatte sich die Al-Kaida von Osama bin Laden bekannt. Dieser stammte aus Saudi-Arabien. Eine Kommission der US-Regierung fand keine Beweise dafür, dass Saudi-Arabien, ein enger Verbündeter der USA, Al-Kaida direkt finanziell unterstützt hätte. Offenblieb aber, ob einzelne Beamte in dem König­reich dies taten.

Die Angehörigen von rund 2500 der Getöteten und mehr als 20.000 Verletzten sowie etliche Unternehmen und Versicherer haben Saudi-Arabien auf mehrere Milliarden Dollar verklagt. In einer Stellung­nahme im Namen der Organisation 9/11 Families United erklärte Terry Strada, deren Ehemann Tom bei den Anschlägen getötet wurde, das vom FBI veröffentlichte Dokument beseitige alle Zweifel an einer saudi-arabischen Mittäterschaft.

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9/11: Dieses Video zeigt die schlimmsten Stunden in der Geschichte der USA
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Auch 20 Jahre nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 sind die Bilder aus New York erschreckend.  © Reuters und AFP

„Jetzt sind die Geheimnisse der Saudis aufgedeckt, und es ist längst an der Zeit, dass das König­reich sich der Rolle seiner Beamten bei der Ermordung Tausender auf amerikanischem Boden stellt.“

RND/Reuters

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