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„Da ist die Politik gefordert“

9-Euro-Ticket sorgt für Pfingstchaos: ProBahn fordert „Sondervermögen für öffentlichen Verkehr“

Das Chaos an vielen Bahnhöfen in Deutschland an Pfingsten durch das eingeführt 9-Euro-Ticket solle „der Politik die Augen öffnen“, meint Karl-Peter Naumann von ProBahn im Gespräch mit dem RND.

Der Fahrgastverband ProBahn sieht die Politik nach der Überforderung im Bahnverkehr an Pfingsten in der Pflicht. „Wir brauchen nicht nur ein Sondervermögen für die Bundeswehr, sondern auch ein Sondervermögen für den öffentlichen Verkehr“, sagt Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender der Interessensvereinigung, am Dienstag im Videointerview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Er verweist dabei auf das Vorgehen in den Nachbarländern. „Wir können immer nur sagen: Schaut einmal in die Schweiz“, betont Naumann: „Dort wird viermal so viel pro Einwohner für das System Schiene ausgegeben als hier. Dann wird es eben auch besser.“ Österreich habe mit dem 365-Euro-Jahresticket ebenso ein gutes Angebot, zunächst aber „20, 30 Jahre lang den Nahverkehr ausgebaut und erst dann dieses Angebot entwickelt“.

Pfingstchaos mit 9-Euro-Ticket: ProBahn fordert „Sondervermögen für öffentlichen Verkehr“

Pfingsten war der erste Härtetest für das 9-Euro-Ticket. Aus Sicht von ProBahn muss die Politik aus den Fehlern lernen und handeln, vor allem finanziell.

Das 9-Euro-Ticket, das als Monatsangebot im Juni, Juli und August die Pendlerinnen und Pendler sowie Reisende im öffentlichen Nahverkehr in Deutschland entlasten soll, bezeichnet der ProBahn-Vertreter dagegen als „Aktionismus, nachdem der Tankrabatt eingeführt wurde“. Naumann weiter: „Das 9-Euro-Ticket kann nun nur noch dazu dienen, der Politik die Augen zu öffnen, dass man massiv in die Schiene investieren muss, dass man massiv die Kapazitäten und Strecken ausbauen muss, dass man neue Züge kaufen muss.“

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