84 Millionen: Weltweit mehr Menschen auf der Flucht als Ende 2020

Afrikanische Migranten auf einem Schlauchboot im Mittelmeer vor Libyen. Die Migranten wurden von dem Schiff MV Geo Barents der Nichtregierungsorganisation „Ärzte ohne Grenzen" gerettet. (Symbolbild) Die Zahl der weltweiten Flüchtlinge ist laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR abermals gestiegen.

Afrikanische Migranten auf einem Schlauchboot im Mittelmeer vor Libyen. Die Migranten wurden von dem Schiff MV Geo Barents der Nichtregierungsorganisation „Ärzte ohne Grenzen" gerettet. (Symbolbild) Die Zahl der weltweiten Flüchtlinge ist laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR abermals gestiegen.

Genf. Die Zahl der weltweiten Flüchtlinge ist laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR abermals gestiegen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren mehr als 84 Millionen Menschen auf der Flucht, wie aus einem am Donnerstag in Genf vorgestellten Bericht des UNHCR hervorgeht. Bisher war die UN-Organisation von etwa 82 Millionen Flüchtlingen und Binnenvertrieben ausgegangen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Dem Bericht zufolge wurden im ersten Halbjahr 2021 mehr Menschen als zuvor innerhalb ihres Heimatlandes vertrieben. Vor allem in afrikanischen Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo und in Äthiopien, wo derzeit ein Bürgerkrieg tobt, seien viele Menschen heimatlos geworden. In Myanmar und Afghanistan seien zwischen Januar und Juni ebenfalls viele Menschen durch Gewalt vertrieben worden. Insgesamt registriert das UNHCR weltweit knapp 51 Millionen Binnenvertriebene.

Knapp 21 Millionen Flüchtlinge leben laut dem Bericht außerhalb ihres Heimatlandes. Auch das sei ein Anstieg, erklärte die UN-Organisationen. Die meisten neuen Flüchtlinge kamen demnach aus der Zentralafrikanischen Republik (71.800), gefolgt vom Südsudan (61.700) und Syrien (38.800). Gewalt, Unsicherheit und die Folgen des Klimawandels sind dem Report zufolge für die meisten Fluchtbewegungen verantwortlich.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

UN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi rief zur Beendigung von Konflikten auf. „Die internationale Gemeinschaft versagt dabei, Gewalt, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen, die weiterhin Menschen aus ihrer Heimat vertreiben, zu verhindern“, sagte er.

RND/epd

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Top Themen

Deutschland
 
Sonstiges

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken