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Biden profitiert von Spätwählern - Sanders bei jungen Leuten beliebt

  • Am “Super Tuesday" liefern sich Joe Biden und Bernie Sanders ein enges Rennen.
  • Obama-Vize Biden liegt leicht vorn und profitiert von unentschlossenen Spätwählern.
  • Sanders hingegen hat, wie schon 2016, die jungen, linksgerichteten Millennials auf seiner Seite.
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Washington. Die Unentschiedenen für Joe Biden: Der Ex-Vizepräsident hat offenbar von vielen demokratischen Wählern am “Super Tuesday” profitiert, die erst kurz vor der Stimmenabgabe entschieden haben, wen sie unterstützen. Wie die Nachwahlbefragung der Nachrichtenagentur AP, AP VoteCast, am Dienstag zeigte, gaben die späten Entscheider Biden in mehreren US-Staaten ihre Stimme, so dass dieser für die Präsidentschaftsnominierung der Demokratischen Partei an Schwung gewinnen konnte.

Sein größter Konkurrent, der selbsterklärte demokratische Sozialist Bernie Sanders, gewann in seinem Heimatstaat Vermont und in Utah sowie Colorado, wo die Wähler allgemein als liberaler gelten. Außerdem siegte er in Kalifornien, dem Staat mit den meisten Delegiertenstimmen am “Super Tuesday”.

Eine späte Wahlentscheidung traf nach Recherchen von AP VoteCast etwa ein Viertel aller demokratischen Wähler in Texas bis etwa die Hälfte in Minnesota. In Minnesota ging davon etwa die Hälfte an Biden.

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Joe Biden

Wie die Nachwahlbefragung zeigt, hatte Biden vor allem bei Wählern der Mitte Chancen, bei Menschen über 45 Jahren, bei Afroamerikanern, Frauen und Menschen mit Hochschulabschluss. Seine Verbindungen zu Ex-Präsident Barack Obama konnte er ebenfalls zu seinen Gunsten nutzen.

In North Carolina zeigte sich etwa, dass gut die Hälfte aller Wähler sich eine Zeit Prä-Trump wünscht, also vor dem jetzigen Präsidenten Donald Trump. Die Mehrheit dieser Wähler konnte Biden von sich überzeugen.

Außerdem spricht er schwarze Wähler an, was insbesondere in Alabama sichtbar wurde: Dort stimmten 60 Prozent der Afroamerikaner für ihn, die eine Mehrheit unter den demokratischen Wählern in dem Staat darstellen.

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Biden am “Super Tuesday” laut Prognosen an der Ostküste stark
1:11 min
Am “Super Tuesday” liefern sich Joe Biden und Bernie Sanders ein enges Rennen.  © Reuters

Bernie Sanders

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Der Senator aus Vermont begeistert vor allem linksgerichtete Wähler und Menschen unter 30 Jahren für sich. Das ist genug, um in Staaten wie Massachusetts wettbewerbsfähig zu sein, wo sich 45 Prozent der Wähler als liberal einschätzen.

Im Süden wurde aber seine Schwäche deutlich: Sanders verlor in Virginia und North Carolina, wo lediglich 40 Prozent der Wähler jünger als 45 Jahre sind und sich nicht mehr als 40 Prozent als linksgerichtet beschreiben. In Alabama konnte er bloß zehn Prozent der schwarzen Wählerschaft von sich überzeugen.

Sanders-Unterstützer fallen auch durch ihre Zweifel an anderen Kandidaten im Rennen auf. Gut die Hälfte seiner Wähler in North Carolina gab an, nicht mit Biden oder Mike Bloomberg als Nominierte glücklich zu sein.

RND/AP

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