• Startseite
  • Politik
  • 59 neue Stellen bei Bundeszentrale für politische Bildung: Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus

Kampf gegen Rassismus: Fast 20 Prozent mehr Stellen für politische Bildung

  • Die Bundeszentrale für politische Bildung bekommt für den Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus 59 neue Stellen.
  • Sie soll im nächsten Jahr doppelt so viele Mitarbeiter haben wie noch 2013.
  • Präsident Thomas Krüger zeigt sich erfreut.
|
Anzeige
Anzeige

Berlin. Die Bundeszentrale für politische Bildung bekommt für den Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus im kommenden Jahr 59 neue Stellen und wird damit mehr als doppelt so viele Mitarbeiter haben wie noch 2013. Das ergibt sich aus einer Übersicht des Bundestags-Haushaltsausschusses, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Demnach lag die Zahl der Stellen im Jahr 2013 bei 158; aktuell liegt sie bei 310 und soll 2021 auf 369 anwachsen. Das entspricht einer Steigerung von fast 20 Prozent. Zwei Stellen sind dem Kampf gegen Verschwörungstheorien im Kontext der Proteste gegen die Corona-Beschränkungen vorbehalten.

Die Aufstockung folgt den Empfehlungen des Kabinettsausschusses zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus, der am 25. November einen umfangreichen Maßnahmenkatalog verabschiedet und sich dabei auch auf eine Verstärkung der politischen Bildung verständigt hatte. Allerdings betonte der SPD-Haushaltsexperte Martin Gerster gegenüber dem RND, dass die konkreten Erhöhungen der finanziellen Mittel und der entsprechenden Stellen zuletzt wie auch künftig „fast ausschließlich im parlamentarischen Verfahren“ zustande gekommen seien „statt durch den Regierungsentwurf des Innenministeriums“.

„Genau das richtige Signal“

So stehen der Bundeszentrale im Jahr 2021 rund 105,5 Millionen Euro zur Verfügung – plus anteiliger Mittel aus dem Maßnahmenkatalog des Kabinettsausschusses von insgesamt 150 Millionen Euro. 2013 verfügte sie über lediglich knapp 38 Millionen Euro.

Anzeige

Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, bestätigte den Stellenzuwachs und begrüßte ihn. „Politische Bildung und die Stärkung der Demokratie ist ein Langstreckenlauf“, sagte er dem RND. „Für diesen braucht man einen langen Atem und nachhaltige Investitionen. Deshalb ist dieser Stellenzuwachs genau das richtige Signal und eine nachhaltige Investition in die Demokratie unseres Landes. Es ist zugleich eine große Motivation im Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus.“

Anzeige

Gegen Verschwörungstheorien

Krüger hatte bereits im Mai einen verstärkten Kampf gegen Verschwörungstheorien angekündigt. Damals hatten die Corona-Proteste gerade begonnen.

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat ihren Hauptsitz in Bonn; sie verfügt aber auch über eine Zweigstelle in Berlin und baut ihre Präsenz in Ostdeutschland aus.

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen