45 Menschen ertrinken bei Schiffsunglück im Mittelmeer

  • Vor der Küste Libyens hat sich der bislang tödlichste Bootsunfall in diesem Jahr ereignet.
  • Bei der Flucht nach Europa kamen mindestens 45 Migranten ums Leben.
  • Unter den Opfern sind auch fünf Kinder.
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Ein Boot mit Dutzenden Migranten und Flüchtlingen an Bord ist auf dem Weg über das Mittelmeer gekentert. Mindestens 45 der Insassen seien laut ihren überlebenden Gefährten vor der libyschen Küste ertrunken, teilten die Internationale Organisation für Migration und das UN-Flüchtlingshilfswerk am Mittwoch mit. Es ist damit in diesem Jahr das Bootsunglück mit den meisten Toten auf dem Mittelmeer. Auch vor den Kanaren im Atlantik wurde am Mittwoch ein Flüchtlingsboot mit rund zehn Leichen entdeckt, wie die spanische Seenotrettung mitteilte.

Auch fünf Kinder unter den Toten

Auf dem vor Libyen verunglückten Boot sei am Montag zunächst der Motor explodiert. Dann sei es gekentert, hieß es von den UN-Organisationen IOM und UNHCR. Die 37 Überlebenden stammten demnach vor allem aus Senegal, Mali, Tschad und Ghana. Sie seien von Fischern gerettet und dann an der libyschen Küste festgenommen worden. Unter den Toten seien auch fünf Kinder, hieß es.

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Viele Migranten und Flüchtlinge versuchen, in kaum fahrtüchtigen Gummibooten das Mittelmeer zu überqueren, um Europa zu erreichen. Andere wagen die Route Richtung Kanaren. Auf der Suche nach einem am 15. August in Mauretanien aufgebrochenen Boot fand ein Flugzeug am Mittwoch das Schiff mit zehn Leichen, wie die spanische Seenotrettung mitteilte. Einige von ihnen lagen demnach in Wasser, das eingedrungen war. An Bord des aus Mauretanien aufgebrochenen Bootes waren etwa 40 Menschen gewesen. Ob es das gleiche war, blieb zunächst unklar.

RND/dpa

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