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„Davon halte ich nichts“

365-Euro-Jahresticket: Lob vom Städtebund - Kritik vom Landkreistag

Ein Mann hält ein 9-Euro-Ticket in der Hand, im Hintergrund fährt ein Zug der Deutschen Bahn vor der Bergkulisse des Wettersteingebirges vorbei.

Berlin. Der Städte- und Gemeindebund unterstützt Vorschläge für ein bundesweit einheitliches und dauerhaft günstiges Ticket im öffentlichen Personennahverkehr. „Die Bürgerinnen und Bürger haben ein hohes Interesse, ohne Tarifdschungel Busse und Bahnen in ganz Deutschland nutzen zu können. Das zeigen auch die Erfahrungen des 9-Euro-Tickets“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). „Auch das Beispiel Österreich zeigt, dass ein 365-Euro-Ticket auf hohe Akzeptanz stößt.“

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Als Anschlussregelung für das auf drei Monate angelegte und Ende August auslaufende 9-Euro-Ticket wird unter anderem über ein 365-Euro-Jahresticket debattiert. CSU-Chef Markus Söder hatte sich am Wochenende für ein solches Ticket ausgesprochen, das für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr in ganz Deutschland gelten soll. Die Verbraucherzentralen hatten unlängst ein 29-Euro-Monatsticket vorgeschlagen, also in ähnlicher Größenordnung wie Söder.

365-Euro-Ticket: Kritik vom Deutschen Landkreistag

Der Deutsche Landkreistag zeigte sich diesbezüglich skeptisch. „Von Vorschlägen zur Verlängerung des 9-Euro-Tickets und auch von Nachfolgemodellen wie einem 365-Euro-Jahresticket halte ich nichts“, sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager (CDU) den Funke-Zeitungen. „Damit ist viel staatliches Geld verbrannt worden, das wirkungsvoller hätte in Taktung und Ausstattung investiert werden können.“ Auch Landsberg forderte mehr Gelder zum Ausbau des Nahverkehrs.

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Bundesverkehrsminister Volker Wissing zeigte sich erfreut über die Vorschläge zu einer Anschlussregelung für das 9-Euro-Ticket. „Wir werden all das genau prüfen und evaluieren, auch eigene Modelle durchrechnen und mit den Ländern beraten. Wir müssen uns genau anschauen, zu welchem Preis man ein solches Ticket deutschlandweit anbieten könnte“, sagte der FDP-Politiker der Funke-Mediengruppe.

Ziel sei, den Tarif-Dschungel zu beseitigen und das ÖPNV-Angebot möglichst einfach und attraktiv zu gestalten. „Am Ende muss es natürlich auch in die Haushalte der Länder und des Bundes passen“, machte Wissing deutlich.

RND/dpa

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