3,5 Millionen Menschen in Afghanistan benötigen Hilfe

Die humanitäre Krise in Afghanistan spitzt sich zu. Wegen Dürre, Hunger und der katastrophalen Sicherheitslage sind mehr als 200.000 Menschen auf der Flucht.

Anzeige
Anzeige

Genf. Etwa 3,5 Millionen Menschen sind in Folge einer Dürre in Afghanistan nach UN-Angaben auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Trockenheit betreffe 20 der 34 Provinzen des Landes. Besonders problematisch sei die Lage im Nordwesten, teilte das UN-Welternährungsprogramm (WFP) am Freitag in Genf mit. Sie beeinträchtige die Lebensmittelproduktion. Neben dem ausbleibenden Niederschlag leidet Afghanistan unter anhaltender schwerer Gewalt. Die fundamentalistischen Taliban beherrschen viele Teile des Landes und verüben immer wieder Anschläge.

Das WFP hat seine Unterstützung zugesagt und will bis März 2,5 Millionen Betroffene mit Nahrung versorgen. Bis Mitte November versorgte das Programm 1,4 Millionen Opfer der Dürre mit Essen.

Die Dürre hat auch zu verstärkter Migration innerhalb des Landes geführt. Nach UN-Angaben sind bereits mehr als 200.000 Menschen vor den Folgen der Dürre geflüchtet. Afghanistan leidet unter hoher Arbeitslosigkeit, einer schwachen Wirtschaftsentwicklung und hat eine große Anzahl Binnenflüchtlinge wegen der schlechten Sicherheitslage.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Die Regierung kämpft mit internationaler Hilfe gegen die islamistischen Extremisten, auch die Bundeswehr ist im Einsatz. Ende November findet in Genf eine internationale Afghanistan-Konferenz, in der auch die humanitäre Situation erörtert werden soll. Das Welternährungsprogramm gehört zu den humanitären Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen.

Von RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen