2G plus im Bundestag: Keine Ausnahme für das Hohe Haus

  • Ab Mittwoch gilt auch im Plenarsaal des Deutschen Bundestags, was längst an vielen Orten in der Republik gilt: 2G plus.
  • Das ist ein richtiger und überfälliger Schritt, kommentiert Felix Huesmann.
  • Das Gequengel und Gepöbel dagegen aus der AfD verrät viel über die Partei.
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Berlin. Ab diesem Mittwoch gilt für die Abgeordneten des Deutschen Bundestags im Plenarsaal die 2G-plus-Regel. Endlich! Die von Bundestags­­präsidentin Bärbel Bas (SPD) verhängte Maßnahme war längst überfällig.

Bislang galt im Plenarsaal die 3G-Regel – betreten durfte den Saal, wer geimpft, genesen oder frisch getestet war. Wer sich der Schnelltestung verweigerte und seinen Impfstatus nicht offenlegen wollte, konnte von der Tribüne an den Sitzungen des Bundestags teilnehmen. Auch das geht künftig nicht mehr: Auf den Abgeordneten­plätzen auf der Tribüne gilt nun 3G.

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Das ist nur konsequent: Im ganzen Land gelten aus gutem Grund 2G- und 2G-plus-Regeln. Es gibt in Teilen der Bevölkerung bereits genug Probleme mit der Akzeptanz dieser Maßnahmen. Da hilft es nicht, wenn der Bundestag mit schlechtem Beispiel vorangeht und in den eigenen Reihen laschere Regeln gelten lässt. Außerdem schützen 2G plus und die ebenfalls ab Mittwoch gültige FFP2-Maskenpflicht die Abgeordneten und Beschäftigten des Bundestags – was gerade angesichts der Omikron-Variante dringend notwendig ist.

Die Impf- und Maßnahmen­gegner in der AfD-Fraktion werden nun noch lauter quengeln und pöbeln. Sei es drum. Schon in den vergangenen Sitzungswochen saßen Teile der Fraktion auf der Tribüne, weil sie in Kindergarten­manier sogar Schnelltests verweigerten. Schnelltests, die für die Abgeordneten im Bundestag wohlgemerkt noch leichter zu bekommen sind als für viele Bürgerinnen und Bürger.

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Corona-Regeln: Mehrheit befürwortet 2G plus in der Gastronomie
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Über die Hälfte der Menschen in Deutschland begrüßt die 2G-plus-Regel in der Gastronomie. Bund und Länder hatten am Freitag eine 2G-plus-Regelung vereinbart.  © dpa

Diese Schnelltests zur Voraussetzung für die Sitzungs­teilnahme zu machen ist mitnichten ein Angriff auf die Demokratie. Die Verweigerungs­haltung der Anti-alles-Fraktion zeigt hingegen, wie sehr es ihr an Respekt und Ernsthaftigkeit mangelt – sowohl in der Pandemie­bekämpfung als auch mit Blick auf demokratische Gepflogenheiten.

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