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2,5 Millionen pro Ausweis: Zyperns Präsident entschuldigt sich für illegale Pass-Vergabe

  • Über Jahre haben Regierungen in Zypern illegal Tausende zyprische Pässe an Nicht-EU-Bürger vergeben.
  • Die Antragsteller mussten mindestens 2,5 Millionen Euro investieren.
  • Präsident Nikos Anastasiades hat sich nun dafür entschuldigt.
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Nikosia. Der Präsident des EU-Landes Zypern hat sich dafür entschuldigt, dass seine und Vorgänger-Regierungen die illegale Vergabe Tausender zyprischer Pässe an Nicht-EU-Bürgern ermöglicht haben. „Was sich da abgespielt hat, war die schmerzhafteste Zeit meiner 40-jährigen politischen Karriere“, sagte Nikos Anastasiades am Freitag im Staatsfernsehen (RIK) weiter.

Eine zyprische Untersuchungskommission war vor wenigen Wochen zur Erkenntnis gelangt, zwischen 2007 bis Ende 2020 sei Tausenden Nicht-EU-Bürgern illegal die zyprische Staatsangehörigkeit gegeben worden. Politiker, Rechtsanwälte, Kleriker und Beamte seien in den Skandal verwickelt. Insgesamt hätten 6779 Menschen die zyprische Bürgerschaft erhalten. 3609 davon bekamen sie illegal. Die Justiz versucht zurzeit zu klären, wer sie sind. Anastasiades regiert auf Zypern seit 2013.

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2,5 Millionen Euro für Pass

Für den „goldenen Pass“, der auch Reisefreiheit in der EU gewährt, mussten die Antragsteller auf Zypern mindestens 2,5 Millionen Euro investieren. Illegal ist die Vergabe an sich nicht. Doch im vergangenen Jahr dokumentierte der TV-Sender Al-Dschasira die kriminelle Energie, mit der hohe Staatsfunktionäre dabei unterwegs waren. Der damalige Parlamentspräsident trat daraufhin zurück - er war in Aufnahmen als einer der Beteiligten zu sehen, wie er einem Anwärter versprach, sein Anliegen „zu regeln“.

Die EU geht längst gegen die umstrittene Praxis vor, wegen der auch Malta in der Kritik steht. Auf Zypern wurde die Vergabepraxis im November 2020 gestoppt.

RND/dpa

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