Erster “MAD-Report”: 14 Extremisten in der Bundeswehr entlarvt

  • Zwar war die Zahl schon vorher durchgedrungen, doch nun ist sie offiziell.
  • Der Militärische Abschirmdienst hat 2019 14 Extremisten in der Bundeswehr enttarnt.
  • MAD-Chef Christof Gramm sieht vor allem den Rechtsextremismus als Gefahr für die Demokratie.
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Berlin. Der Militärische Abschirmdienst (MAD) hat im vergangenen Jahr 14 Extremisten enttarnt, darunter 8 Rechtsextremisten. Das geht aus dem ersten öffentlichen Jahresbericht des Militärgeheimdienstes (“MAD-Report”) hervor, der am Dienstag an Abgeordnete des Bundestages ging und der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Die Militärgeheimdienst erkannte demnach auch 4 Islamisten und 2 sogenannte Reichsbürger/Selbstverwalter, die die Existenz der Bundesrepublik Deutschland als Staat leugnen. Im Jahr zuvor waren insgesamt 7 Extremisten enttarnt worden, darunter 4 Rechtsextremisten und 3 Islamisten.

“Für Verfassungsschützer war 2019 kein gutes Jahr. Wir leben zwar in einer stabilen Demokratie, aber wir erkennen auch: Die Bedrohungen für grundlegende Werte unserer offenen Gesellschaft haben zugenommen”, schreibt MAD-Präsident Christof Gramm im Vorwort des Berichts. “Insbesondere rechtsextremistische Bestrebungen gefährden unsere freiheitliche demokratische Grundordnung. Die Bundeswehr steht dabei nicht außerhalb der Gesellschaft, sondern sie ist als Teil der Gesellschaft von dieser Entwicklung betroffen.” Die in dem Bericht enthaltenen Zahlen waren teils schon von einer Koordinierungsstelle des Verteidigungsministeriums genannt worden.

RND/dpa

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