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Zwölfjährige aus Sachsen regt sich über Homeschooling auf und bekommt zahlreiche Reaktionen

  • Homeschooling stellt viele Schüler und Schülerinnen sowie ihre Eltern vor eine große Herausforderung.
  • Dass die angedachten Lernmethoden dabei nicht immer einwandfrei funktionieren, berichtet Lexa (12) aus Sachsen.
  • Bei Twitter macht sie ihrer Verärgerung Luft – und erntet dafür nicht nur Lob.
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Auf dem Twitter-Account ihrer Mutter hat die zwölfjährige Schülerin Lexa aus Sachsen ihrem Unmut über die derzeitige Schulsituation Luft gemacht – und viel mehr Reaktionen bekommen als erwartet. Sie schreibt in dem Twitter-Thread, der mittlerweile mehr als 4000-mal geliked und mehr als tausendmal geteilt wurde, unter anderem, dass das Homeschooling in der zweiten Welle noch schlechter funktioniere als während des ersten Lockdowns im vergangenen Jahr.

„Offenbar sind unsere Lehrer auch nicht geschult, sich mit den neuen Medien auseinanderzusetzen, teilweise sind sie sogar richtig technikfeindlich und weigern sich, online irgendwie präsent zu sein. Deshalb haben wir auch keine Zoom-Meetings oder Ähnliches“, lautet ein Teil der Beschwerde der Zwölfjährigen. Auch ihre Mutter ist überrascht von den zahlreichen Reaktionen, die von Lob bis Kritik reichen. „Ich habe mit 40 bis 50 Kommentaren gerechnet“, sagt Grit, die Mutter der Schülerin und Inhaberin des Twitter-Kontos, der „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) dazu. Ihren Nachnamen möchte sie demnach „zum Schutz ihres Kindes“ nicht veröffentlicht sehen und habe aus dem Grund auch schon Anfragen von RTL und ZDF abgelehnt. „Warum das alles so durch die Decke geht, ist mir ein Rätsel“, sagt sie der Zeitung.

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Kritik an sächsischer Lernplattform

In ihrer Kritik greift das Mädchen auch die sächsische Lernplattform „Lernsax“ an: „In der ersten Welle hatten wir die Schulwebseite, da wurden nach Stundenplan des entsprechenden Tages die Aufgaben veröffentlicht, die man erledigen sollte. (...) Jetzt haben wir nicht mal mehr das, wir müssen in das blöde #Lernsax und schauen, ob dort jemand etwas für uns hinterlegt hat“, schreibt sie. Der Zugang zum Programm sei technisch mit Komplikationen verbunden, worauf Lehrer jedoch häufig selbst keine Antwort geben könnten. Tatsächlich kursierten Anfang Januar Störungsmeldungen in Verbindung mit dem Onlineportal, inzwischen gilt das Problem laut „LVZ“ aber als behoben, das Ministerium entschuldigte sich dafür.

Während viele auf Twitter dem Mädchen recht geben, kritisieren manche auch ihre Ausdrucksweise – und unterstellen, dass die Mutter in Wirklichkeit die Beschwerde geschrieben habe und nicht das Kind. „Haben wir es dann jetzt bald? Ich habe mit meiner Tochter darüber gesprochen, als sie die Bitte geäußert hat, wir haben uns auf diesen Thread gemeinsam vorbereitet, die Worte und Schilderungen stammen von ihr, ich habe lediglich einige Formulierungen geglättet“, schreibt Lexas Mutter daraufhin auf Twitter. Der „LVZ“ sagt sie außerdem: „Mein Kind freut sich, dass sie die Möglichkeit hatte, zu sagen, was sie empfindet.“ Wenn die Sicht der Schüler in künftigen Entscheidungen berücksichtigt würde, habe man ein Ziel erreicht. „Wir freuen uns aber auch über Zuschriften von Lehrern. Denn auch diese haben häufig nicht genug technische Möglichkeiten“, sagt Grit.

RND/hsc



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