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Zwölf Stunden in der Notaufnahme: Schwangere Frau erleidet Fehlgeburt

  • Eine junge Frau (18) fuhr wegen starker Blutungen in die Notaufnahme eines Krankenhauses in Großbritannien.
  • Im Krankenhaus wurden viele Alkohol- und Drogenabhängige noch vor der Schwangeren behandelt.
  • Nach zwölf Stunden Wartezeit wurde ihr mitgeteilt, dass sie eine Fehlgeburt hatte.
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Plymouth. Eine schwangere Frau war in Großbritannien mit starken Blutungen in ein Krankenhaus geeilt. Doch statt einer schnellen Diagnose musste die 18-jährige Amy Rennie zwölf Stunden auf eine Behandlung warten. Angeblich habe es zu der Zeit eine große Zahl an Drogen- und Alkoholabhängigen in dem Krankenhaus gegeben, die noch vor ihr behandelt wurden, berichtete „Metro News“. Als Stunden später ein Arzt verfügbar war, habe die junge Frau schließlich die traurige Nachricht erhalten: Ihr ungeborenes Kind hätte keinen Herzschlag mehr.

Ärzte kümmerten sich erst um Alkoholiker

Nachdem die 18-Jährige ins Krankenhaus kam, wurden ihre Urin- und Blutproben untersucht – waren jedoch unauffällig. Wie Amy Rennie der „Plymouth Herald“ sagte, habe sie weiterhin starke Blutungen gehabt: „Die Angestellten kümmerten sich jedoch zuerst um Patienten, die auf Drogen oder betrunken waren, und das war furchtbar. Es kann nicht nur mir so gegangen sein.“ Nach Stunden des Wartens in der Notaufnahme wurde schließlich eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen. Die Diagnose laut „Plymouth Herald“: Das zehneinhalb Wochen alte Baby sei zwar da, habe jedoch keinen Herzschlag. Amy Rennie sagte der Zeitung: „Die ganze Sache war von Anfang bis Ende eine furchtbare Erfahrung.“ Warum sie die Fehlgeburt erlitt, sei ihr nie mitgeteilt worden. „Ich fühle mich, als wäre es meine Schuld gewesen, obwohl ich genau weiß, dass es nicht so ist.“

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Ein Sprecher des Derriford-Krankenhauses entschuldigte sich für die lange Wartezeit und den Verlust des Kindes. Man wolle das Krankenhaus jetzt erweitern, um der großen Zahl an Patienten besser gerecht zu werden, so „Plymouth Herald“.

RND/al