Zweijähriger stirbt bei Routineeingriff in Krankenhaus

  • Maksim war für eine Endoskopie ins Krankenhaus nach Kiew gekommen, doch bei dem Eingriff läuft etwas schief.
  • Der Zweijährige erstickte an seinem eigenen Blut – vor den Augen seiner Eltern.
  • Jetzt ermittelt die Polizei in dem Fall, der in der Ukraine für Schlagzeilen sorgt.
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In der Ukraine sorgt der Fall des zweijährigen Maksim Mygovych für Trauer und Wut. Der Junge war Anfang Februar bei einer Endoskopie in einem Krankenhaus ums Leben gekommen. Bei dem Routineeingriff wurde laut Daily Mail seine Speiseröhre verletzt und der Zweijährige erstickte an seinem eigenen Blut.

Der kleine Junge wurde am Tag zuvor in das Krankenhaus nach Kiew gebracht, weil er ein Stück Plastik verschluckt hatte. Die Ärzte hatten eine Endoskopie angeordnet, bei der mithilfe einer Kamera das Stück Plastik gefunden und entfernt werden sollte. Während des Eingriffs sollte der Junge still sitzen bleiben. „Uns wurde gesagt, wir sollen unseren Sohn festhalten, während der Arzt den Schlauch durch seinen Rachen führt“, so die Mutter Olena Mygovych laut Daily Mail. „Maksim hat versucht, sich von uns loszureißen und hat sehr geweint.“

„Er wurde blau und hat aus dem Mund geblutet“

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Der Arzt sagte den Eltern, er habe nichts sehen können und müsse den Eingriff wiederholen. Als der behandelnde Arzt den Schlauch ein zweites Mal herauszog, sei dieser voll mit Blut gewesen, erzählt Yury Mygovych, der Vater des kleinen Jungen. „Der Hals von meinem Sohn ist stark angeschwollen. Er wurde blau und hat aus dem Mund geblutet“, so der Vater, „dann fing er an zu würgen und ich habe gespürt, wie sein Herz aufgehört hat zu schlagen.“

Die Ärzte brachten Maksim auf die Intensivstation und versuchten, ihn zu reanimieren – vergeblich. Stunden später erhielten seine Eltern einen Totenschein, auf dem stand, dass er durch eine Verletzung der Speiseröhre an seinem eigenen Blut erstickt sei. Die Polizei hat nun Ermittlungen eingeleitet, um herauszufinden, ob die Ärzte für den Tod des Jungen verantwortlich sind.

Svitlana Bragynska, die Leiterin der Chirurgie, äußerte sich zu dem Vorfall: „Die endoskopische Untersuchung wurde angeordnet, weil der Junge Blut im Bauch hatte. Während des Eingriffs fing er plötzlich an zu bluten und wurde auf die Intensivstation gebracht. Wir wissen nicht, was passiert ist.“ Genau das sollen jetzt die Ermittlungen der Polizei ans Licht bringen.

RND/lth

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