Zweijähriger steckt schon seit Tagen in Bohrloch fest

  • Ein zweijähriger Junge steckt seit über 70 Stunden in einem Bohrloch fest.
  • Der Vorfall ereignete sich in Tamil Nadu in Indien.
  • Mutter sitzt Tag und Nacht am Rande des Brunnenschachtes.
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Tamil Nadu. Der kleine Sujith Wilson spielte am Freitag mit seinen Freunden, als es passierte. Der zweijährige Junge fiel in ein nur wenige Zentimeter breites Bohrloch. Seit über 70 Stunden steckt er in dem verlassenen Brunnenschacht im indischen Bundesstaat Tamil Nadu fest. Retter versuchen, ihn zu befreien – bislang allerdings erfolglos. Ursprünglich steckte er etwa zehn Meter tief in der Erde fest, mittlerweile ist er deutlich weiter im 180 Meter tiefen Brunnenschacht abgerutscht. In den sozialen Medien bangen Tausende Inder um das Leben des Jungen.

Mehrere Versuche, Sujith mit einem Seil herauszuholen, scheiterten. Einige Helfer bohren nun ein zweites Loch, parallel zu dem Brunnenschacht, um so an den Jungen heranzukommen. Die Rettungskräfte pumpen regelmäßig Sauerstoff in das Bohrloch, um den kleinen Jungen am Leben zu halten. Doch sein Zustand ist ungewiss.

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Die Mutter sitzt Tag und Nacht am Rande des Brunnenschachtes

Für Sujiths Mutter muss diese Situation furchtbar sein. Die Frau sitzt Tag und Nacht am Rande des Brunnenschachts und betet für ihren kleinen Sohn. Nachdem er in das Bohrloch gefallen ist, habe sie herabgeschrien und ihn gebeten, nicht zu weinen, wie „The New Indian Xpress“ berichtet. Der Zeitung zufolge kamen Geologen an den Unfallort, um die Beschaffenheit des Bodens rund um das Bohrloch zu prüfen. Trotz der schleppenden Rettungsarbeiten hoffen die Inder zusammen mit der Familie, dass der kleine Sujith lebend gerettet wird. In vielen indischen Tempeln, Moscheen und Kirchen im ganzen Staat treffen sich Menschen, um für den Kleinen zu beten.

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Der Unfall in Indien erinnert stark an den Fall des zweijährigen Julen, der Anfang Januar weltweit für Schlagzeilen und große Anteilnahme sorgte. Der Junge war in Spanien beim Spielen in einen 107 Meter tiefen Brunnenschacht gefallen. Für ihn kam jede Hilfe zu spät: Nach tagelangen Rettungsaktionen konnte nur noch die Leiche des kleinen Jungen geborgen werden.

RND/hma