Zweijähriger ertrank im Schwimmbad - Tante freigesprochen

  • Nach dem Tod eines Zweijährigen in einem Schwimmbad in Gelsenkirchen ist die angeklagte Tante freigesprochen worden.
  • Die Anklage hatte auf fahrlässige Tötung gelautet.
  • Jetzt soll der Fall erneut überprüft werden.
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Gelsenkirchen. In einem Prozess um den Tod eines Zweijährigen in einem Gelsenkirchener Schwimmbad ist die angeklagte Tante des Jungen freigesprochen worden. Es sei nicht nachgewiesen worden, dass die Mutter, die ebenfalls im Schwimmbad war, ihrer älteren Schwester die Aufsichtspflicht für den Jungen übertragen hatte, erklärte das Gericht am Mittwoch. Die Tante könne deshalb nicht belangt werden. Allerdings werde nun erneut geprüft, ob die Mutter selbst ihre Aufsichtspflicht verletzt habe, kündigte die Staatsanwaltschaft an.

Drei Minuten ohne Hilfe im Wasser

Der fast dreijährige Junge war im Juni 2019 im Nichtschwimmerbereich eines Beckens ertrunken. Nach Feststellung eines Sachverständigen im Prozess war er zuvor zwei bis drei Minuten unter Wasser gewesen, ohne dass ihm jemand geholfen hatte. Die Anklage hatte auf fahrlässige Tötung gelautet (Az.: 614 Ds 137/20).

RND/dpa

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