Mecklenburg-Vorpommern: Zwei Schulen wegen Corona geschlossen

  • In Mecklenburg-Vorpommern mussten wegen Corona zwei Schulen schließen.
  • Ein Gymnasium und eine Grundschule sind betroffen.
  • Eine Gymnasiallehrerin und ein Grundschüler sind positiv getestet worden.
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Ludwigslust/Graal Müritz. Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind wegen Corona geschlossen worden. Betroffen sind das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust (Landkreis Ludwigslust-Parchim), wo eine Lehrerin positiv getestet worden ist, und die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz (Landkreis Rostock), wie aus Mitteilungen der beiden Landkreis hervorgeht. An der Grundschule ist demnach ein Schüler infiziert.

Der Unterricht in Mecklenburg-Vorpommern hatte erst am Montag begonnen. Das Bundesland war als erstes nach den sechswöchigen Sommerferien in das neue Schuljahr gestartet. Am Donnerstag begann in Hamburg die Schule. Kommende Woche sind dann Schleswig-Holstein, Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen dran.

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Schule geht los: Mecklenburg-Vorpommern macht den Anfang
0:49 min
Der Nordosten macht den Anfang - in Mecklenburg-Vorpommern hat das neue Schuljahr begonnen. Andere Bundesländer folgen in Kürze.  © dpa
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Gymnasium bleibt bis einschließlich Mittwoch geschlossen

Die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz soll von Montag an zwei Wochen geschlossen bleiben. Am Freitag sollten die Kinder noch im Freien und in getrennten Gruppen unterrichtet werden. Alle Kinder, Lehrer und anderen Schulmitarbeiter müssen den Angaben zufolge in Quarantäne. Die Eltern würden über das richtige Verhalten in der Quarantänezeit und den Umgang mit etwaigen Verdienstausfällen informiert, hieß es vom Landkreis weiter. Das Gesundheitsamt ermittele nun Kontaktpersonen.

Das Gymnasium in Ludwigslust mit rund 800 Schülern bleibt zunächst bis einschließlich Mittwoch nächster Woche vorsorglich geschlossen. Alle 55 Lehrer würden auf Corona getestet, hieß es. Die infizierte Lehrerin habe nach den Ferien noch keinen Unterricht erteilt, also keinen Kontakt zu Schülern gehabt. Allerdings sei sie bei den Vorbereitungen für das neue Schuljahr in der letzten Ferienwoche mit Lehrer-Kollegen zusammen gewesen.

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“Keine Überraschung”

Für Bettina Martin, Bildungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern, kommen die Fälle nicht überraschend. “Wir haben von Anfang an gesagt, dass es Verdachtsfälle in den Schulen geben wird”, sagte sie am Freitag in Schwerin, wie die Ostsee-Zeitung berichtet. “Solange das Corona-Virus noch nicht bekämpft ist und es keinen Impfstoff gibt, müssen wir damit rechnen.”

Wichtig sei, dass in solchen Fällen sofort reagiert und gehandelt werde, betonte Martin. “Der Schutz der Schülerinnen und Schüler sowie der Beschäftigten steht an erster Stelle.”

Bei Schülern und Eltern habe sich die Nachricht bereits vor Bekanntgabe über die sozialen Medien verbreitet, berichtet die Zeitung. Einige Schülerinnen und Schüler seien daher gar nicht erst zum Unterricht gekommen. Die anderen mussten am Freitag von ihren Eltern abgeholt werden.

Landeselternrat fordert umfassendere Corona-Tests

Der Landeselternrat plädiert derweil für umfassendere Tests bei Schülern und Lehrern. “Die Kinder müssen so schnell wie möglich wieder zum Präsenzunterricht kommen. Denn das ist das, was wir brauchen, gerade für Kinder in den Grundschulen”, betonte der Elternratsvorsitzende Kay Czerwinski.

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Für diese Altersgruppe sei der tägliche direkte Bezug zum Lehrer und das Lernen in der Gruppe unverzichtbar und nicht durch Fernunterricht über das Internet zu ersetzen. Längerfristig geschlossene Schulen brächten zudem erneut für Eltern das Problem der Kinderbetreuung mit sich, wie schon beim Lockdown vor den Ferien.

RND/dpa/msc

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