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Zwei Monate nach Vulkanausbruch auf La Palma: Schaden von bis zu 700 Millionen Euro

  • Seit zwei Monaten bricht der Vulkan auf der Kanareninsel La Palma aus.
  • Die Lava zerstört mehr als 2600 Gebäude.
  • Amtlichen Schätzungen zufolge liegen die Schäden in einer Gesamthöhe von bis zu 700 Millionen Euro.
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Madrid. Der vor zwei Monaten auf der Kanareninsel La Palma ausgebrochene Vulkan hat bisher nach amtlichen Schätzungen Schäden in Gesamthöhe von bis zu 700 Millionen Euro verursacht. „Wir sind aber noch mittendrin (in der Katastrophe)“, wurde der kanarische Ministerpräsident Ángel Víctor Torres am Freitag in der Zeitung „El País“ zitiert. Der Schaden steige von Minute zu Minute, hieß es. Die zu Spanien gehörende Insel im Atlantik vor der Westküste Afrikas hat knapp 85.000 Bewohner.

Seit der Vulkan am 19. September ausbrach, hat die zum Teil bis zu 1300 Grad heiße Lava nach einer jüngsten Bilanz des europäischen Erdbeobachtungssystems Copernicus mehr als 2600 Gebäude zerstört. Demnach waren zuletzt mehr als 1040 Hektar von einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Diese Fläche entspricht mehr als 1450 Fußballfeldern oder etwa 1,4 Prozent des Inselterritoriums. Mehr als 7000 Bewohner mussten sich seit Ausbruch des Vulkans in Sicherheit bringen. Seit vielen Tagen schon bewegen sich die Lavaströme allerdings nur noch sehr langsam vorwärts.

Wegen des Vulkans sind unter anderem auch etwa 66 Kilometer Landstraßen am Gebirgszug Cumbre Vieja im Süden der Insel beschädigt und derzeit unbefahrbar. Was das für die betroffenen Menschen bedeutet, erklärte in „El País“ Busfahrer Juan José Lorenzo. „Vor dem Vulkanausbruch habe ich zehn Minuten gebraucht, um zur Arbeit zu fahren. Jetzt sind es eineinhalb Stunden.“ Der Präsident des Inselrates, Mariano Hernández Zapata, sprach von den „schlimmsten Monaten in der Geschichte der Insel“.

Die Aktivität des Vulkans, der keinen Namen hat, hat in den vergangenen Wochen zwar stetig abgenommen. Ein Ende der explosiven Tätigkeit ist aber nach Angaben von Experten zumindest kurzfristig nicht abzusehen. Darauf deuten demnach die zahlreichen Erdstöße hin, die in Tiefen von mehr als 30 Kilometern unterhalb des Lava und Asche speienden Berges immer noch registriert werden.

RND/dpa

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