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Zwei Jahre nach Dammbruch in Brasilien: Bürgermeister von Brumadinho verlangt Gerechtigkeit

  • Am 25. Januar 2019 bricht ein Damm im brasilianischen Brumadinho.
  • Eine Schlammlawine begräbt daraufhin Menschen und Häuser unter sich, mindestens 259 Menschen sterben.
  • Nun fordert der Bürgermeister der Kleinstadt Konsequenzen für die Verantwortlichen der Tragödie.
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Brumadinho. Zwei Jahre nach dem verheerenden Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien hat der Bürgermeister der schwer getroffenen Kleinstadt Brumadinho Konsequenzen gefordert. „Unser Volk schreit nun schon seit zwei Jahren nach Gerechtigkeit. Aber die Unternehmen, die für diese Verbrechens-Tragödie verantwortlich sind, wurden weitgehend geschützt“, sagte Avimar Barcelos laut einer Mitteilung der Kanzlei PGMBM, die die brasilianische Stadt und die Familie eines der Opfer vertritt.

Am Donnerstag war der Nachrichtenagentur „Agência Brasil“ zufolge eine weitere Anhörung zur Verhandlung des Hauptabkommens über die Entschädigung der Opfer zwischen der Regierung des Bundesstaates Minas Gerais, in dem Brumadinho liegt, und dem Bergbauunternehmen Vale, das die Mine betrieben hatte, ohne Übereinkunft zu Ende gegangen. Demnach hat Vale bis 29. Januar Zeit, um ein Angebot vorzulegen, das den Erwartungen des Bundesstaates entspricht. Sonst ist es Sache eines Gerichts, über die Entschädigung zu entscheiden.

Schlammlawine begrub Menschen, Häuser und Tiere unter sich

Der Damm an der Mine Córrego do Feijão war am 25. Januar 2019 gebrochen. Eine Schlammlawine rollte über Teile der Anlage und benachbarte Siedlungen nahe Brumadinho hinweg und begrub Menschen, Häuser und Tiere unter sich. Mindestens 259 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Weitere elf Menschen werden noch immer vermisst. Kurz vor dem Dammbruch hatten Mitarbeiter der brasilianischen Tochter des TÜV Süd die Rückhaltebecken geprüft und für sicher befunden.

Die brasilianische Justiz nahm die Anklage gegen den Bergbaukonzern Vale und die Tochterfirma von TÜV Süd sowie 16 Mitarbeiter der beiden Unternehmen wegen Mordes im Februar an. Tom Goodhead, Partner der Kanzlei PGMBM, machte TÜV Süd den schweren Vorwurf, „immer noch Blut an den Händen zu haben“. Der TÜV Süd hatte sich bei der Aufarbeitung des Unglücks zur Zusammenarbeit mit den Behörden bereit erklärt.

RND/dpa

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