Zum Tode verurteilter Christ in Pakistan freigesprochen

  • Ein zum Tode verurteilter Christ ist in Pakistan freigesprochen worden.
  • Wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte, sei der Vorwurf der Blasphemie aufgehoben.
  • Es ist das zweite Mal in Pakistans Geschichte, dass ein Christ von Vorwürfen der Gotteslästerei freigesprochen wurde.
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Lahore. In Pakistan ist ein zum Tode verurteilter Christ freigesprochen worden. Die Vorwürfe der Blasphemie wurden aufgehoben, wie ein Gerichtssprecher in der östlichen Stadt Lahore am Dienstag sagte. Es ist das zweite Mal in Pakistans Geschichte, dass ein Christ von Vorwürfen der Gotteslästerei freigesprochen wurde. Der Mann verbrachte zuvor sechs Jahre in Haft. Der Fall erinnert an den Freispruch der Christin Asia Bibi im Jahr 2018, die acht Jahre im Gefängnis verbrachte hatte und 2019 Pakistan verließ.

Gotteslästerung und die Beleidigung des Propheten stehen in Pakistan unter Strafe. Das südasiatische Land führte die umstrittenen Blasphemiegesetze in den 1980er Jahren während der Amtszeit des ehemaligen Militärherrschers Zia ul-Haq ein. Insbesondere Anhänger von Minderheiten wie der muslimischen Reformbewegung Ahmadiyya oder Schiiten werden wegen angeblicher Blasphemie angeklagt. Kritiker werfen den Behörden vor, dass die Gesetze missbraucht werden.

RND/dpa

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