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Vier Frauen und ein Junge sterben

Zugunglück in Garmisch: Identifizierung der Toten nahezu abgeschlossen

Zwei Tage nach dem Zugunglück gehen die Aufräumarbeiten weiter. Dabei soll ein 250 Tonnen schwerer Spezialkran zum Einsatz kommen, um unter anderem die Lok wieder auf das Gleis zu heben.

Garmisch-Partenkirchen. Nach dem Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen ist nach Angaben der Polizei die Identifizierung der fünf Todesopfer weitgehend abgeschlossen. Demnach handelt es sich um drei Frauen im Alter von 32, 39 und 70 Jahren sowie nach bisherigen Erkenntnissen um eine 51-Jährige. Das fünfte, am Samstag geborgene Opfer sei ein Junge im Teenageralter, teilte die Polizei am Sonntag weiter mit. Von den mehr als 40 Verletzten befinde sich eine Person noch in kritischem Zustand.

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Die Unglücksursache ist den Angaben zufolge weiterhin unklar. Eine Soko „Zug“ arbeite seit dem Unfall am Freitag daran, den Hergang zu rekonstruieren. Die Leitung liege bei der Staatsanwaltschaft München II. Unterstützt werden die Ermittler demnach von Sachverständigen.

Weshalb die Regionalbahn am Freitagmittag kurz nach ihrer Abfahrt Richtung München aus den Gleisen sprang, ist weiterhin unklar. Eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug hatte es nicht gegeben. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), der mit Bahnchef Richard Lutz am Samstag den Unglücksort besucht hatte, versprach eine umfangreiche Aufarbeitung des Unglücks. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sagte, den Experten vor Ort zufolge sei ein technischer Defekt „die wahrscheinlichste Ursache“.

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Nach Zugunglück mit fünf Toten: Spezialkran hilft bei Aufräumarbeiten

Zwei Tage nach dem Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen soll ein 250 Tonnen schwerer Spezialkran dafür sorgen, die Lok wieder aufs Gleis zu heben.

Spezialkran hilft beim Aufräumen

Die Aufräumarbeiten gingen am Sonntag indes weiter. Dabei soll ein 250 Tonnen schwerer Spezialkran zum Einsatz kommen, um unter anderem die Lok wieder auf das Gleis zu heben. Außerdem sei geplant, den umgestürzten Waggon, der am Samstag auf die Bundesstraße 2 gehoben wurde, abzutransportieren, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Dafür müsse der Waggon möglicherweise in zwei Teile geteilt werden. Anschließend sollen die beiden weiteren umgekippten Waggons auf die Straße gehoben und abtransportiert werden.

Unklar war am Sonntag zunächst noch, inwieweit Unwetter die Aufräumarbeiten behindern könnten. Für den Nachmittag und den Abend sagte der Deutsche Wetterdienst (DWD) Gewitter im Alpenvorland vorher.

Die Arbeiten wirken sich weiterhin auf den Straßenverkehr aus. Von der Autobahn 95 in Richtung Garmisch-Partenkirchen wird der Verkehr in Sindelsdorf (Landkreis Weilheim-Schongau) abgeleitet. Verkehr aus der Region Augsburg wird von der Bundesstraße 17 nach Füssen in Richtung Fernpass abgeleitet. Verkehr aus Mittenwald/Innsbruck wird bei Krün in Richtung Bundesstraße 11 geleitet. Die Zufahrt zu den Passionsspielen im nahe gelegenen Oberammergau sei weiterhin möglich, hieß es.

RND/dpa

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