Zugbegleiterin gegen den Kopf getreten: Täter (16/19) stellen sich

  • Eine Zugbegleiterin wird in Leipzig von jungen Männern zunächst beleidigt, beim Aussteigen tritt ihr einer von ihnen gegen den Kopf.
  • Nach der Veröffentlichung von Fahndungsfotos wird der Druck auf die Täter offenbar zu groß.
  • Ein 16- und ein 19-Jähriger stellen sich und räumen den Angriff ein.
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Leipzig. Nach einem Angriff auf eine Zugbegleiterin in der S-Bahn in Leipzig Mitte Juli haben zwei Männer die Tat am Dienstag eingeräumt. Zuvor waren der 19-Jährige und der 16-Jährige gegen Mittag bei verschiedenen Polizeidienststellen in Leipzig erschienen, wie die Bundespolizeiinspektion Leipzig am Dienstag mitteilte. Die Beiden wurden an die Bundespolizei Leipzig übergeben und räumten den Angriff den Angaben zufolge in einer ersten Vernehmung ein. Die Ermittlungen zum Sachverhalt dauern laut Polizei noch an.

Die Zugbegleiterin hatte in der S-Bahn nach Leipzig-Grünau nachts gegen ein Uhr bei mehreren Jugendlichen die Fahrscheine kontrolliert und war dabei von ihnen beleidigt worden. Am Haltepunkt Leutzsch forderte sie die Jugendlichen den Angaben zufolge auf, die S-Bahn zu verlassen. Als die letzten von ihnen ausgestiegen waren, sei die Zugbegleiterin durch einen Tritt mit dem Fuß von hinten am Kopf getroffen worden und gestürzt. Sie erlitt der Polizei zufolge einen Schock und leichte Verletzungen. Die Jugendlichen seien geflüchtet.

Zahlreiche Hinweise nach Fahndungsaufruf

Nach Veröffentlichung eines Fahndungsaufrufes in verschiedenen Medien der Region erhielt die Bundespolizei Leipzig nach eigenen Angaben zahlreiche Hinweise auf die beiden Tatverdächtigen. Aufgrund des hohen Fahndungsdruckes seien die beiden Männer schließlich bei der Polizei erschienen.

RND/dpa

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