Zu viele Tote: In Dresden müssen Leichen im Stadtgebiet gelagert werden

  • Das Krematorium in Dresden kommt mit den Einäscherungen nicht mehr hinterher, weil während der Corona-Pandemie täglich zu viele Menschen sterben.
  • Daher müssen die Toten nun auf anderen Friedhöfen der Stadt zwischengelagert werden.
  • Ein Teil der Leichen wird in Krematorien in anderen Städten eingeäschert.
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Weil während der Corona-Pandemie täglich zu viele Menschen sterben, kommt das Krematorium im Dresdner Stadtteil Tolkewitz nicht mehr mit den Einäscherungen hinterher, wie die „Dresdner Neuesten Nachrichten“ (DNN) berichten. Die für das städtische Friedhofs- und Bestattungswesen zuständige Bürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) spricht von einer angespannten Lage.

„Seit Mitte Dezember müssen Bestatter aus Dresden und dem Umland täglich doppelt so viele Verstorbene zum Krematorium in Tolkewitz bringen, wie es zu dieser Jahreszeit üblich ist“, sagte Jähnigen laut „DNN“. Mehr als 100 Verstorbene seien es inzwischen täglich. „Das übersteigt die Kremierungsmöglichkeiten in Dresden deutlich.“

Aktuell können täglich maximal 45 Leichname eingeäschert werden. Das ist nicht einmal die Hälfte der täglich ins Krematorium gebrachten Verstorbenen. So müssen Leichname im gesamten Stadtgebiet zwischengelagert werden. Unter anderem in einer Kühlhalle und auf dem Nordfriedhof.

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Doch nicht alle Verstorbenen, die nicht in Dresden eingeäschert werden können, kommen in ein Zwischenlager. Etwas mehr als 100 Leichname konnten laut Jähnigen vergangene Woche andernorts kremiert werden – hauptsächlich in Meißen und Halle.

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Möglich mache das die Zusammenarbeit mit einem „bundesweit agierenden Bestattungsfuhrunternehmen“, das auf Krematorien mit freien Kapazitäten zurückgreift.

RND/kiel


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