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Zimmer verriegelt, Pässe einkassiert: Thomas-Cook-Urlaub wird zum Albtraum

  • Die Insolvenz von Thomas Cook hat viele Urlauber eiskalt erwischt.
  • Für eine deutsche Familie wird der Aufenthalt auf den Malediven zum Albtraum.
  • Ihr Hotel kassiert die Pässe ein, will die Reisekosten noch einmal erstattet bekommen.
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Hannover. Unzählige Urlauber wurden von der Pleite des Reiseunternehmens Thomas Cook überrascht – darunter auch eine Familie aus Burgdorf bei Hannover. Und für die hatte die Insolvenz dramatische Folgen, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtet.

Während ihres Urlaubs in der Dominikanischen Republik seien sie ebenso wie rund 100 weitere Gäste aus ihren Hotelzimmern ausgesperrt worden, sagte Karin Laharnar der Zeitung. Das Hotel habe die Reisepässe zurückgehalten, bei einigen Gästen auch das Gepäck und zudem die nochmalige Zahlung aller Reisekosten verlangt – andernfalls werde man die Polizei rufen. Im Fall der deutschen Familie mehr als 5000 Euro.

Hotelzimmertür ließ sich nicht mehr öffnen

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Karin Laharnar ist dem Bericht zufolge mit ihrem Partner sowie ihrem Sohn und dessen Freundin seit 10. September auf den Malediven. Am Dienstag nahm der Schrecken dann seinen Lauf: Als die Urlauber vom Strand zurück ins Zimmer gehen wollten, hätten sie die Tür nicht mehr öffnen können. Ein Zimmermädchen habe ihnen dann geholfen, doch noch ins Zimmer zu gelangen und ihr Gepäck zu holen.

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Thomas Cook beantragt Insolvenz – Hunderttausende Urlauber betroffen
1:31 min
Nach gescheiterten Gesprächen über eine Rettung des Reisekonzerns Thomas Cook hat das britische Traditionsunternehmen Insolvenz angemeldet.  © AFP

Anschließend der nächste Schock: Das Hotel forderte die Deutschen auf, den kompletten Reisepreis noch einmal zu bezahlen – in ihrem Fall über 5000 Euro. Die Urlauber schalteten daraufhin das Auswärtige Amt und den deutschen Botschafter in der Dominikanischen Republik ein. Bevor dieser am Dienstagabend in der Anlage eintraf, sei dann endlich Bewegung in die festgefahrene Situation gekommen, berichtete Laharnar der „HAZ“. Mithilfe eines Angestellten, mit dem sie sich öfter gut unterhalten hatten, sei es gelungen, die Pässe zu bekommen und das Hotel zu verlassen.

„Wir haben Riesenglück gehabt“, sagte Laharnar der „HAZ“. Die Burgdorfer wollten sich jetzt ein anderes Hotel suchen, in dem sie bis zum Rückflug am Montag bleiben können.

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RND/seb