Zikaden legen Joe Bidens Presseflugzeug lahm

  • Eigentlich wollten die US-Journalistinnen und -journalisten Joe Biden auf seiner ersten Auslandsreise seiner Amtszeit nach Europa begleiten.
  • Doch das Presseflugzeug konnte nicht abheben, denn Millionen von Zikaden legten den Jet lahm.
  • Einige nannten den tierischen Vorgang einen „Angriff auf die Pressefreiheit“.
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Sie sind überall, und sie sind laut. Im Osten der USA kriechen derzeit Milliarden Zikaden aus dem Boden – ein beeindruckendes, laut zirpendes Naturspektakel, das so nur alle 17 Jahre vorkommt. Doch die Insekten in ihrer Masse rufen bei einigen Menschen nicht nur Ekel hervor, sondern sie können auch für Unannehmlichkeiten sorgen.

Dutzende von Journalistinnen und Journalisten, die den US-Präsidenten Joe Biden auf seiner ersten Auslandsreise im Amt nach Europa begleiten wollten, konnten nicht wie geplant mit einem Flugzeug aus Washington abheben.

Ausgewachsene Zikaden sitzen auf einer Pflanze. © Quelle: Carolyn Kaster/AP/dpa

Der Grund: Die allgegenwärtigen Insekten füllten die Triebwerke des Pressejets, der bereits auf der Startbahn seine Position eingenommen hatte. Keine Chance für ein sicheres Abheben. Statt um 21 Uhr verzögerte sich deshalb der Abflug bis in die tiefe Nacht um 2 Uhr, berichtet die „New York Times“. Eine neue Maschine wurde bereitgestellt. Für die wartenden Pressevertreter soll es Pizza und eine verlängerte Öffnungszeit der Bar gegeben haben.

Zikaden – die „Feinde der Presse“?

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Auf Twitter wurde die Nachricht von der Verzögerung schnell kommentiert. „Sind die Zikaden als Entführer anzusehen und verhandelt das FBI über die Freilassung des Flugzeugs?“, hieß es beispielsweise. Die Insekten wurden gar als „Feinde der Presse“ tituliert.

Doch alles halb so wild. Keines der unzähligen Insekten schaffte es, die Pressefreiheit langfristig zu beeinträchtigen.

RND/hma

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