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Zelle in Brand gesetzt: Siegauen-Vergewaltiger muss zehn Monate länger in Haft

  • Er war bereits wegen Vergewaltigung zu zehn Jahren Haft verurteilt.
  • Nachdem der Siegauen-Vergewaltiger seine Zelle in Brand gesteckt hat, wurde seine Strafe nun noch verlängert.
  • Leidtragender des Feuers war dabei vor allem er selbst: 21 Prozent seiner Haut waren verbrannt.
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Köln. Das Kölner Landgericht hat am Freitag den sogenannten Siegauen-Vergewaltiger wegen besonders schwerer Brandstiftung schuldig gesprochen. Der 35-Jährige hatte im Februar 2018 seine Zelle in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Köln in Brand gesetzt. Als Strafe erhöhte das Gericht die bereits rechtskräftige Verurteilung zu zehn Jahren Haft durch das Bonner Landgericht um zehn Monate. Der 35-Jährige hatte 2017 ein junges Paar beim Zelten in der Bonner Siegaue überfallen, mit einer Astschere bedroht und eine junge Camperin vergewaltigt. Die Tat hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

Laut dem Urteil hatte der abgelehnte Asylbewerber aus Ghana die Matratze in seinem Haftraum angezündet. Der 35-Jährige hatte schließlich einen Notruf betätigt und war von einem JVA-Beamten aus der brennenden Zelle gerettet worden. Der Haftraum wurde durch das Feuer zerstört und musste aufwendig saniert werden.

„Hass auf sich selbst, Hass auf die Anstaltsleitung“

Als Motiv für die Brandstiftung stellte das Gericht „Hass auf sich selbst, Hass auf die Anstaltsleitung“ fest. Seit der Verurteilung durch das Landgericht Bonn bestehe auf Seiten des Angeklagten eine „große Perspektivlosigkeit“. Den moderaten Haftzuschlag begründete das Gericht mit den erheblichen Verletzungen des Angeklagten: „Er ist der eigentlich Leidtragende der Tat.“ 

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21 Prozent seiner Haut waren verbrannt, er musste sich mehreren Hauttransplantationen unterziehen. Die erheblichen Verletzungen zeichnen den Mann bis heute. So kann er wegen der massiven Vernarbung an Nacken und Rücken nicht aufrecht stehen. Gegen das Urteil ist Revision möglich.

RND/dpa

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