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ZDF-Wissenschaftler Harald Lesch kritisiert Corona-Egoisten: „Ethikunterricht hat versagt“

Der Wissenschaftler Harald Lesch.

Der Wissenschaftler Harald Lesch.

Mit deutlichen Worten kritisiert der Wissenschaftler und ZDF-Moderator Harald Lesch (60) die Gegner der derzeitigen Corona-Maßnahmen. „Ich glaube, dass da ein ganz heftiges Missverständnis besteht, wenn immer wieder sehr stark auf die individuelle Freiheit abgehoben wird und nicht daran gedacht wird, was jetzt die Einschränkungen der individuellen Freiheit für kurze Zeit für die Freiheit aller für lange Zeit bedeuten kann“, sagte Lesch im ARD-Kulturmagazin „ttt – titel, thesen, temperamente“.

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Dass so viele Menschen kritisierten, dass ihre individuelle Freiheit für einen bestimmten Moment eingeschränkt werde, zeige, „dass der Ethikunterricht an den Schulen in Deutschland versagt hat“, sagte Lesch in einem in sozialen Medien vielfach kommentierten und geteilten Interviewausschnitt. Lesch plädiert vielmehr dafür, sich jetzt einzuschränken, „damit wir demnächst wieder ein Leben führen können, was zumindest in die Nähe von dem kommt, was vor Corona war“.

Harald Lesch: „Dann wird der Lockdown noch viel härter“

Alles andere wäre aus Sicht des Wissenschaftlers „eine Katastrophe, weil wenn jetzt die Neuinfektionszahlen noch weiter ansteigen und auch die Todeszahlen noch weiter ansteigen, dann wird der Lockdown noch viel härter werden und dann werden wir uns sozusagen romantisch an die Freiheitseinschränkungen dieser Zeit erinnern“.

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Leschs Wunsch: „Man kann nur hoffen, dass Leute auch verstehen: ‚Es gibt mehr als mich.‘ Also dass man aus dieser ‚Me, Myself and I‘-Haltung mal rauskommt und sich an den Satz erinnert, dass eben auch die Würde der anderen unantastbar ist.“

Lesch ist Professor für Astrophysik an der Universität München. Viele Fernsehzuschauer kennen ihn aus der ZDF-Wissensreihe „Terra X“.

RND/seb

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