Zahl der Drogentoten ist bundesweit leicht gestiegen

Die Zahl der Drogentote ist 2018 wieder leicht gestiegen. Häufigste Ursache waren weiterhin Überdosierungen von Opioiden wie Heroin und Morphin.

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Berlin. Im Vergleich zum Vorjahr sind im Jahr 2018 bundesweit wieder mehr Menschen an illegalen Drogen gestorben. Laut Drogenbeauftragter Marlene Mortler (CSU) braucht Deutschland funktionierende Suchthilfen vor Ort, um Leben zu retten.

1276 Menschen starben an Folgen des Drogenkonsums

Starben 2017 insgesamt 1272 Menschen an den Folgen von Rauschgiftkonsum, sind es ein Jahr später 1276 gewesen. So steht es in dem bericht der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Fast die Hälfte der Betroffenen (insgesamt 629) seien wie auch in den Jahren zuvor an Überdosen von Opioiden wie Heroin gestorben.

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Einen Rückgang von 22 Prozent habe es laut der Drogenbeauftragten der Bundesregierung bei Menschen gegeben, die an sogenannten neuen psychoaktiven Stoffen verstorben seien. Die umgangssprachlich Badesalzdrogen genannten Stoffe wurden mit Hilfe eines eigenen Gesetzes Ende 2016 verboten.

„Drogenabhängigkeit ist eine Krankheit“

„Jeder einzelne Todesfall verpflichtet uns, Menschen noch besser vor den Gefahren von Drogen zu schützen“, sagte Mortler. Drogenabhängigkeit sei eine Krankheit und Kranke bräuchten Hilfe und keine Stigmatisierung. Es sei höchste Zeit, die Suchtberatung bestmöglich für die Zukunft aufzustellen. In den Städten, Gemeinden und Einrichtungen würden die Herausforderungen wachsen – bei gleichbleibender Finanzierung. „Das funktioniert nicht“, so Mortler.

Mortler hat für dieses Jahr das Thema „Kommunen als Akteur der Suchtprävention und Suchthilfe“ zu ihrem Schwerpunktthema gemacht.

Von Tomma Petersen/RND

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