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Youtuber filmt gestellte Erschießung von Polizisten: Staatsschutz ermittelt

  • Wegen eines Gewaltvideos ermittelt der Staatsschutz gegen einen Youtuber aus Brandenburg.
  • In den Aufnahmen wird die Erschießung von als Polizisten verkleideten Darstellern nachgestellt.
  • Der Youtuber fällt nicht das erste Mal mit einem gewaltverherrlichenden Video auf.
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Potsdam. Wegen eines Gewaltvideos ermittelt der Staatsschutz gegen einen Youtuber aus Luckenwalde (Teltow-Fläming in Brandenburg). Darin ist zu sehen, wie als Polizisten verkleidete Darsteller gejagt und mit täuschend echten Schreckschusswaffen vermeintlich erschossen werden. Das Video des Youtubers, dem mehr als eine Million Menschen folgen, war auch am Mittwochabend noch abrufbar.

Die Polizei habe außerdem bei der Staatsanwaltschaft Potsdam Strafanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz gestellt, bestätigte der Sprecher des Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, am Mittwoch. Zuvor hatten die „Bild“-Zeitung und die „B.Z.“ berichtet.

Innenausschuss des Landtags beschäftigte sich mit dem Video

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In dem bereits am 21. November veröffentlichten Video wird gezeigt, wie ein Mann - es soll sich nach Angaben der „B.Z.“ um den Youtuber selbst handeln - in einem Waldstück als Polizisten verkleidete Darsteller jagt, dann wird die Erschießung der Beamten gespielt. Nach Angaben von Herbst prüft der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz in Zusammenarbeit mit den Staatsanwaltschaften auch mögliche weitere Straftatbestände wie etwa Gewaltverherrlichung im Netz.

Der zuständige Referatsleiter im Innenministerium, Jan Müller, bestätigte das Verfahren am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags. Das Video werde in Abstimmung mit den Staatsanwaltschaften Potsdam und Cottbus geprüft, sagte er.

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Erst unlänsgt war der Youtuber wegen eines anderen Videos ins Visier der Ermittler geraten, berichtet der „Tagesspiegel“. Als Scheich verkleidet, habe er einen Mann mit einer Maske des französischen Präsidenten Emanuel Macron am Strick durch Berlin-Neukölln gezogen, später habe er die Maske in Brand gesetzt.

RND/dpa/seb

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