Wüsten-Wiesn: Auch Stadt München auf Distanz zu Dubai-Plänen

  • Kürzlich wurden Pläne bekannt, dass das Oktoberfest in diesem Jahr in Dubai einen Ableger finden könnte.
  • Doch dafür hagelte es Kritik – auch von Wiesn-Wirten.
  • Nun geht auch die Stadt München auf Distanz.
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Die Stadt München geht auf Distanz zu den Plänen eines Oktoberfests in Dubai. Bierfeste gebe es überall, sagte der Münchner Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) am Freitag. Aber: „Es gibt nur ein echtes Oktoberfest und das ist in München“, sagte Baumgärtner. „Wir werden alle juristischen Möglichkeiten prüfen, um unser Münchner Oktoberfest zu schützen.“

Die Stadt teilte zudem schriftlich mit: „Die jetzt bekannt gewordenen Pläne werden von den Veranstaltern des Events in Dubai weder im Auftrag noch mit Zustimmung der Landeshauptstadt München verfolgt.“

Weder den Wiesn-Wirten noch den Schaustellern sind Kollegen bekannt, die am Golf dabei sein wollen. „Mir ist keiner bekannt, der hinfährt“, sagte der Vorsitzende des Münchner Schausteller­verbandes, Peter Bausch. Ähnlich äußerte sich Wirtesprecher Peter Inselkammer.

Volksfest an den Golf verlagern? „Völlig absurd“

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Baumgärtner sagte, angesichts der aktuellen Corona-Lage sehe er kaum eine realistische Chance auf das Münchner Oktoberfest 2021. Das Volksfest an den Golf zu verlagern sei aber „völlig absurd“.

Nach Angaben der Veranstalter soll die Golfausgabe des Oktoberfests zeitgleich zur dort geplanten Expo-Weltausstellung im Oktober öffnen und bis Ende März 2022 dauern. Ähnlich wie beim Münchner Vorbild wollen die Veranstalter Bierzelte, Fahrgeschäfte und Buden aufbauen lassen. Geplant sind 620 Betriebe auf 400.000 Quadratmetern. Man sei in der Planung, deshalb gebe es keine Angaben zu den mögliche Kosten der Veranstaltung, sagte ein Sprecher am Freitag.

RND/dpa

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