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“Wollen keine Seuche”: Nachbarn fordern Krankenschwester auf, auszuziehen

  • Eine Krankenschwester ist schockiert: Ihre Nachbarn fordern sie auf, aus ihrem Mehrfamilienhaus in Salzburg auszuziehen.
  • Hintergrund ist offenbar die Angst vor dem Coronavirus – die Frau arbeitet in einem Seniorenheim.
  • Der Bitte kommt sie nicht nach, stellt sich aber für Fragen zu Covid-19 zur Verfügung.
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Salzburg. Eine Krankenschwester aus Salzburg wurde in ihrem Wohnhaus von Nachbarn dazu aufgefordert, auszuziehen – vermutlich aus Angst vor dem Coronavirus. Bei Twitter veröffentlichte sie das Schreiben mit der Aufforderung ihrer Nachbarn.

Gegenüber der Newsseite “heute.at” bestätigte die Frau den Vorfall. “Wir, die Hausbewohner, bitten Sie auszuziehen! Wir wollen keine Seuche im Haus!”, stand demnach auf dem Zettel – ohne konkrete Namen darunter. Laut der Nachrichtenseite arbeitet die Krankenschwester in einer Seniorenwohnanlage in Salzburg. In dem Wohnhaus lebe sie bereits seit zwölf Jahren. Zu “heute.at” sagte die Frau, sie habe hier bisher “noch nie Probleme” gehabt. Bis jetzt: “Es hat sich herumgesprochen, dass in einem Heim in der Nähe meines Arbeitsplatzes Personal und Bewohner positiv auf das Virus getestet wurden”, erzählte sie der Nachrichtenseite. Die Krankenschwester vermutet, dass daher die Angst ihrer Nachbarn komme.

Angst der Nachbarn bisher unbegründet

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“Zuerst war ich geschockt”, sagte sie “heute.at" über das Schreiben, das sie erreichte. Deshalb habe sie es auch bei Twitter veröffentlicht – und sei überrascht über die Resonanz des Tweets gewesen, der mittlerweile nicht mehr öffentlich einsehbar ist. Die Angst der Nachbarn sei bisher jedoch unbegründet. Das Seniorenheim, in dem sie arbeite, sei erst am 29. April “durchgetestet” worden. “Bisher sind alle Befunde negativ”, so die Krankenschwester zu “heute.at”. Ausziehen werde sie natürlich nicht – aber sie stehe ihren Nachbarn für Fragen zur Verfügung und bitte sie, Abstand zu halten und Masken zu tragen.

RND/hsc

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