Hund Monti doch nicht totgetreten: Geschichte des Halters stellt sich als Lüge heraus

  • Die Lüge des Hundehalters ist aufgeflogen.
  • Der zehnmonatige Monti wurde nicht totgetreten, das zeigen erste Obduktionsergebnisse.
  • Und auch der Bericht der zuständigen Tierbestatterin lässt einen schlimmen Verdacht zu.
Anzeige
Anzeige

Gerade einmal zehn Monate war Familienhund Monti alt, als er von sechs Leuten brutal angegriffen und totgetreten wurde. So lautete zumindest bislang die Geschichte um den Tod des jungen Hundes. Denn nun kam heraus: Die Erzählungen des Hundehalters waren gelogen. Monti wurde nicht totgetreten, das zeigen erste Obduktionsergebnisse, wie die „Wolfsburger Allgemeines Zeitung“ (WAZ) am Donnerstag berichtet. Auch die zuständige Tierbestatterin kann laut „WAZ“ nun mehr über Montis Zustand berichten.

„Es gab keine Knochenbrüche“, erklärt Hiltrud Schrandt vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves), das den toten Hund gründlich untersucht hat. Zwar steht der endgültige Obduktionsbericht laut „WAZ“ noch aus, doch inzwischen sei auch die Wolfsburger Polizei über den Zustand des verstorbenen Tieres informiert worden.

„Montis Fall hat mich regelrecht traumatisiert“

Anzeige

Fest steht: Die Geschichte, die Montis Halter erzählt hatte, stimmt nicht. Dieser hatte nämlich behauptet, sechs Unbekannte hätten ihn am Montagvormittag vergangener Woche in einer Unterführung überfallen, festgehalten und auf das wehrlose Tier eingetreten. Doch schnell machten sich Zweifel an der Geschichte breit, denn gemäß Zeugenaussagen konnten die getätigten Angaben zur Tatzeit und Tathergang nicht bestätigt werden.

Anzeige

Bekräftigt werden die Zweifel an der Geschichte des Tierhalters von den Aussagen der Tierbestatterin Vanessa Ramsay, die den Hund abholte und ihn nach eigener Aussage „in einem katastrophalen Zustand“ vorfand. Gegenüber der „WAZ“ berichtet sie: „Am nächsten Tag habe ich mir den Hund genauer angesehen – und daraufhin sofort das Veterinäramt eingeschaltet.“ Wegen der laufenden Ermittlungen könne sie die Details noch nicht schildern. Was sie aber sagen kann, ist Folgendes: „Ich weine immer noch jeden Tag um diesen Hund. Ich bestatte auch überfahrene Tiere und habe dementsprechend schon viel Schlimmes gesehen. Aber Montis Fall hat mich regelrecht traumatisiert.“

Die Wolfsburger Tierhilfe hat nun Anzeige gegen Montis Halter erstattet.

RND/liz

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen