Wohnung in Berlin: Fast 1800 Interessenten bei Besichtigung

  • Zwei Zimmer, 550 Euro warm – fast 1800 Interessierte melden sich in Berlin auf ein Wohnungsinserat.
  • Der Hausverwalter lässt Hunderte Bewerber zum Besichtigungstermin erscheinen.
  • Mit Megafonansagen versucht er für Ordnung zu sorgen.
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Berlin. Die Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt ist angespannt. Wie dringend bezahlbarer Wohnraum tatsächlich gebraucht wird, zeigt jetzt eine Besichtigung im Berliner Bezirk Schöneberg: Dort meldeten sich fast 1800 Interessierte auf ein Wohnungsinserat, wie rbb 24 berichtet.

Zwei Zimmer, 550 Euro warm – mit seiner Anzeige löste ein Berliner Hausverwalter einen Ansturm auf die freie Mietwohnung aus. Hunderte Interessierte kamen am Sonntag nach Schöneberg, um sich die 54 Quadratmeter Wohnraum anzugucken, berichtet rbb 24.

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Während sich drinnen die Massen in den dritten Stock des 50er-Jahre-Hauses schoben, gab es draußen Ansagen per Megafon. Der Hausverwalter habe die Leute angewiesen, nur in Gruppen von 20 bis 30 Personen einzutreten – um Panik zu vermeiden.

Bewerber sind frustriert über riesigen Andrang

Wie rbb 24 berichtet, stieß das Vorgehen des Hausverwalters bei den Interessierten auf großen Unmut. Sie hätten nicht nachvollziehen können, warum so viele Leute zu dem Besichtigungstermin eingeladen worden waren. „Irgendwie ist das auch provokativ, finde ich. Ich weiß gar nicht, ob ich da reingehen soll. Letztendlich bleibt einem nichts anderes übrig“, sagte eine junge Frau dem Sender. Eine andere bezeichnete die Situation gegenüber rbb 24 als „Katastrophe“. Andererseits zeige es das wahre Bild zur Wohnungssuche in Berlin. „Das ist kein Einzelfall.“

Insgesamt hatten sich im Vorfeld 1749 Bewerber auf das Inserat gemeldet. Hausverwalter Rolf Harms traf dann eine Vorauswahl: Eine Absage erhielten Bewerber, die nur eine Zweitwohnung suchten oder zu viel verdienten. „Alles, was über 5000 Euro netto war, haben wir nicht eingeladen“, so Harms gegenüber rbb 24.

RND/mat

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