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Wintereinbruch im Mai: Temperatursturz um 20 Grad, Nachtfrost und Schnee

  • Der Frühling ist im vollem Gange, die Blumen sprießen und die Temperaturen nähern sich mancherorts den 30 Grad.
  • Doch damit ist bald Schluss, der Mai wirft uns gefühlt zurück in den Winter.
  • Wetterkontor-Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt den plötzlichen Wetterumschwung.
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Hannover. Wenig Regen und Sonne satt: Der April und auch der Mai-Beginn haben uns in der Corona-Krise zumindest ein bisschen Urlaubsfeeling nach Hause gebracht. Temperaturen über 20 Grad waren keine Seltenheit und auch am Wochenende lässt Hoch “Paul” das Thermometer wieder in die Höhe schießen. Bis zu 26 Grad erwarten die Meteorologen vielerorts, im Süden Deutschlands sogar bis zu 29 Grad.

Doch dann geht es ganz schnell bergab, ab Montag schleudert uns der Mai zurück in den Winter. “Die Eisheiligen sind in diesem Jahr extrem pünktlich”, sagt Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterdienst Wetterkontor dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Schnee und Graupelschauer

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Der Temperaturabsturz in Deutschland ist die Folge von zwei aufeinandertreffenden Luftmassen. “Aus südlicher Richtung kommt mit Tief ‘Aki’ feucht-warme Gewitterluft und von Norden bringt Tief ‘Britta’ gleichzeitig Kaltluft.” Am Samstagabend könnte es im Süden bereits erste Gewitter geben. Am Sonntag erwartet Schmidt “flächendeckende Schauer, das wird ein schwül-warmer Tag. Außer im Nordwesten, dort könnte es trocken bleiben.”

Ab Montag fallen die Temperaturen dann drastisch. Die Höchstwerte liegen dann mancherorts nur noch bei knapp über zehn Grad. Am Nachmittag und Abend könnte es in Höhenlagen ab 300 Metern Schnee geben. Davon betroffen ist hauptsächlich der Süden Deutschlands. Im Norden sind Graupelschauer wahrscheinlich. Auch am Dienstag bleibt es kalt in Deutschland. “Erst im Laufe der Woche wird es langsam wieder wärmer”, erklärt der Meteorologe.

Bodenfrost in Nächten

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In den Nächten von Montag auf Dienstag und Dienstag auf Mittwoch rechnet Schmidt außerdem im ganzen Land mit Bodenfrost. Er empfiehlt, am Montag empfindliche Gewächse ins Haus zu holen. Weitere Folgen für die Natur erwartet Schmidt nicht, “außer es fallen sehr große Mengen Schnee. Das betrifft aber wenn höher gelegene Stellen. Der Schnee könnte bei Laubbäumen, die schon getrieben haben, Äste zum Brechen bringen. Das ist schon denkbar.”

Der Meteorologe gibt allerdings weitestgehend Entwarnung. Ungewöhnlich seien die starken Veränderungen der Temperaturen nicht. “Das kann im Mai schon mal auftreten”, erklärt er.

RND/nis

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