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Winterberg von Touristen überrannt: Bürgermeister wollte Ausflugsverbot

  • Von Touristen regelrecht überrannt worden ist in den vergangenen Tagen der Wintersportort Winterberg im Sauerland.
  • Bürgermeister Michael Beckmann erklärt jetzt, dass er sich deshalb für eine drastische Maßnahme eingesetzt hatte.
  • Er habe versucht, ein Ausflugsverbot für Tagestouristen zu erwirken, so der CDU-Politiker - vergeblich.
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Winterberg. Der Bürgermeister des Wintersportortes Winterberg im Sauerland hat wegen des Besucher-Ansturms der vergangenen Tag nach eigenen Angaben erfolglos versucht, beim Land ein Ausflugsverbot für Tagestouristen zu erwirken. „Das wäre mein Wunsch gewesen, das gab es auch im Sommer in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der CDU-Politiker Michael Beckmann der „Rheinischen Post“.

„Aus dem Gesundheitsministerium hat man mir aber gesagt, dass das nicht geht. Das gibt die Corona-Schutzverordnung von NRW nicht her“, schilderte Beckmann. Die Stadt habe die Möglichkeit, ihre Straßen zu sperren. Das bringe aber nichts, da sich der Verkehr auf den Bundesstraßen staue. „Dazu kommt: Selbst wenn ein Ausflugsverbot rechtlich möglich wäre, würde man es praktisch nicht kontrollieren können. Man müsste dann jedes einzelne Auto anhalten und überprüfen, ob die Insassen aus Winterberg kommen, Verwandte besuchen oder Tagesurlauber sind“, so Beckmann in der „RP“.

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RND-Videoschalte: Bürgermeister Michael Beckmann: "Sowas haben wir in Winterberg noch nicht erlebt"
5:12 min
Winterberg wurde von Tagestouristen überrannt und mittlerweile abgeriegelt. Der Bürgermeister der Stadt, Michael Beckmann, über die aktuelle Situation.  © RND
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In den vergangenen Tagen und auch am Mittwoch waren zahlreiche Tagesausflügler unter anderem nach Winterberg gekommen. Lange Staus waren eine Folge. Winterberg und auch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatten dazu aufgerufen, dies nicht zu tun, um große Menschenansammlungen in der Corona-Krise zu vermeiden.

RND/dpa

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