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  • Winter: Schnee und eisige Kälte in Norddeutschland am Wochenende – die Wetter-Prognosen

Extreme Wetterlage in Norddeutschland erwartet: 40 Zentimeter Schnee und eisige Temperaturen

  • In Norddeutschland wird sich der Winter am Wochenende von seiner extremen Seite zeigen.
  • Experten erwarten bis zu 40 Zentimeter Schnee, Schneeverwehungen und eisige Temperaturen.
  • Das sind die aktuellen Prognosen.
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Hannover. Auf den Norden Deutschlands bewegt sich eine extreme Wetterlage mit viel Schnee und eisigen Temperaturen zu. Laut aktuellen Prognosen sind je nach Region bis zu 40 Zentimeter Neuschnee möglich.

Das Tiefdruckgebiet „Tristan“ wird am Samstag im norddeutschen Tiefland eintreffen, sagt Jürgen Schmidt, Meteorologe vom Wetterdienst Wetterkontor. Im Laufe des Tages wird der Regen aus dem Süden immer weiter Richtung Norden wandern. Je nachdem, wo die warme Luft anschließend auf kalte Luft trifft, die nach einem Polarwirbelsplit aus Russland nach Norddeutschland kommt, entsteht die Hauptschneefallzone.

Momentan sieht es so aus, als wenn das südliche und mittlere Niedersachsen, das Münsterland und Westfalen mitten in dieser Zone lägen. Diese reicht demzufolge außerdem bis in das südliche Brandenburg, Sachsen-Anhalt und den Osten von Sachsen. „In diesen Regionen sind bis zu 40 Zentimeter Neuschnee möglich“, erklärt Schmidt. Frühestens am Sonntag soll der Schneefall wieder abebben.

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Schneereiches Wochenende vorhergesagt: Wie stark trifft es Deutschland?
1:36 min
Der Meteorologe Jürgen Schmidt (Wetterkontor) rät dazu, die Einkäufe möglichst schon vor dem Wochenende zu erledigen.  © RND

Wenig Schnee an der Küste, außergewöhnliche Vorhersage im nördlichen Niedersachsen

Eine genaue Prognose, wie viel Schnee in welcher Region fallen soll, kann Schmidt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geben. Die Wetterlage sei nach wie vor sehr vage, sodass sich die Hauptschneefallzone ein weiteres Mal verschieben könnte.

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Nach aktuellem Kenntnisstand sind im mittleren und südlichen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee möglich. In Berlin, Brandenburg und Sachsen wird mit zehn bis 20 Zentimetern etwas weniger erwartet. Sogar im nördlichen Niedersachsen, Hamburg und bis in den Norden der Niederlande könnten zwischen zehn und 20 Zentimeter Schnee fallen. „Das ist ein sehr seltenes Ereignis“, so Schmidt. An den Ostseeküsten von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern soll es dagegen so gut wie gar nicht schneien.

Wegen der großen Schneemengen sind enorme Schneeverwehungen möglich. Dadurch können Schneeberge von zwei bis drei Metern entstehen.

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Auch Menschen, die außerhalb der vermeintlichen Hauptschneefallzone leben, sollten die Wetterlage aufmerksam beobachten, rät Schmidt. Denn südlich der Zone, im nördlichen und östlichen Nordrhein-Westfalen (NRW), kann es aufgrund bodennaher Kälte zu Glatteis kommen.

Wie die aktuelle Wetterkarte des Wetterkontor zeigt, soll sich das Tiefdruckgebiet am Samstag über ganz Deutschland ausbreiten. © Quelle: Wetterkontor

Eisige Kälte kommende Woche möglich

Mit Tauwetter ist allerdings nicht allzu schnell zu rechnen – denn es bleibt knackig kalt. „Die Temperaturen bleiben im Dauerfrostbereich“, sagt Schmidt. Das bedeutet, dass das Thermometer auch tagsüber größtenteils unter null bleibt.

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Der Schnee wird deshalb für mindestens eine Woche liegen bleiben. Ab Dienstag könnte es zudem noch etwas kälter werden. Grund dafür ist der Wind: Lässt dieser nach, sind in der Nacht Temperaturen von bis zu minus zehn Grad möglich.

Polarwirbelsplit verursacht extreme Wetterlage

Die aktuelle Wetterlage ist extrem selten, sie wird durch einen sogenannten Polarwirbelsplit verursacht. Vor zwei bis drei Wochen konnte polare Luft aus einem Starkwindband austreten, von dem sie normalerweise umgeben ist. Die kalte Luft liegt nun über einem Teil von Russland und wird durch den starken Ostwind über Nordrussland nach Deutschland getrieben.

Meteorologe rät: Autofahrten möglichst vermeiden

Schmidt rät, Autofahrten in den von starken Schneefällen betroffenen Regionen am Wochenende zu vermeiden. Das gilt besonders für junge Fahrer, die schnee- und eisglatte Straßen noch weniger gewohnt sind als erfahrene Autofahrer. Die Straßenverhältnisse könnten besonders aufgrund der Schneeverwehungen extrem werden.

Sollte sich eine Fahrt dennoch nicht vermeiden lassen, empfiehlt der Meteorologe eine warme Decke sowie ein warmes Getränk mitzunehmen. „Wenn man auf der Autobahn feststeckt, kann das schon mal ein paar Stunden dauern“, sagt Schmidt.

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Für den Süden Deutschlands sind bisher keine extremen Schneefälle angekündigt. In Städten wie Stuttgart, Freiburg oder München sind sogar Temperaturen im zweistelligen Plusbereich möglich. Doch das soll sich in der kommenden Woche ändern. Wenn sich der Wind dreht, sinken im Süden ab Mitte der nächsten Woche die Temperatur und weitere Schneefälle sind möglich, prognostiziert der Meteorologe.

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