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Wieder schrecklicher SUV-Unfall: Auto rast über Bürgersteig, zwei Frauen tot

  • Wieder ereignet sich ein schrecklicher Unfall mit einem SUV.
  • In Thüringen kommt ein Autofahrer (79) von der Straße ab, überfährt eine Fußgängerin und ihren Hund.
  • Auch für die Beifahrerin des Mannes endet der Unfall tödlich.
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Reisdorf. Nach einem schweren SUV-Unfall mit zwei Toten in Reisdorf (Kreis Weimarer Land in Thüringen) läuft die Ursachensuche auf Hochtouren. In dem Ort wurde am Sonntag eine 71 Jahre alte Fußgängerin tödlich verletzt, als sie von dem Sportgeländewagen auf dem Bürgersteig mit ihrem Hund unterwegs war. Auch die 76-jährige Beifahrerin in dem Wagen sei bei dem Unfall am Sonntag gestorben, teilte die Polizei am Montag mit.

Am Steuer des Autos saß ein 79 Jahre alter Mann, der mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht wurde. Die Polizei schließt gesundheitliche Probleme des Fahrers als Ursache nicht aus, wie eine Sprecherin sagte. Am Unfallort liefen am Montag noch Untersuchungen der Polizei.

Unfallwagen ist ein VW Tiguan

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Der Unfall ereignete sich in einer Kurve am Ortseingang. Das aus Richtung Auerstedt kommende Auto war dort auf den Bürgersteig geraten und hatte die Fußgängerin erfasst, die Frau wurde durch die Wucht des Aufpralls gegen eine Wand geschleudert. Das Auto prallte anschließend gegen einen Garagenpfeiler. Beide Frauen starben noch am Unfallort, auch der Hund der Fußgängerin wurde getötet. Die Fußgängerin stammt aus dem Ort, wie der Bürgermeister von Bad Sulza, Dirk Schütze (SPD), sagte. Reisdorf ist ein Ortsteil von Bad Sulza. Der Mann und die getötete Beifahrerin stammen laut Polizei aus Erfurt. Ob es sich um ein Ehepaar handelt, war am Montag noch unklar.

Nach Angaben des Thüringer Lagezentrums handelte es sich bei dem Auto des 79-Jährigen um einen Tiguan, der von Volkswagen als SUV eingestuft wird. Darüber hatte zuvor die „Bild“-Zeitung berichtet.

Vier Menschen bei SUV-Unfall in Berlin getötet

Anfang September hatte es in Berlin einen schweren Unfall mit einem Sportgeländewagen (englisch: Sport Utility Vehicle, Abkürzung: SUV) gegeben, bei dem vier Menschen getötet wurden. Der Porsche Macan rammte eine Ampel, überfuhr vier Menschen auf dem Gehweg und durchbrach einen Bauzaun. Unter den vier Toten war auch ein dreijähriger Junge. Es gibt einen Hinweis auf einen epileptischen Anfall des Fahrers am Steuer. Die Beifahrerin hatte das direkt nach dem Unfall der Polizei gesagt. Die Ermittlungen laufen noch.

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Schwere Sportgeländewagen (SUV) sind nach Einschätzung des Unfallforschers der deutschen Versicherer, Siegfried Brockmann, im Straßenverkehr nicht unbedingt gefährlicher als Kleinwagen. „Entscheidend ist die Geschwindigkeit“, sagte der Experte vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft nach dem Berliner Unfall. „Alles was jenseits von 50 Stundenkilometern ist, ist für einen menschlichen Körper mindestens lebensgefährlich, meistens aber auch tödlich, egal mit welchem Fahrzeug.“

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RND/dpa/seb