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Wieder Krokodil in Thüringer Fluss gesehen - Suche mit Drohne und Hubschrauber

  • Es klingt anfangs wie ein Scherz, inzwischen sind die Behörden so gut wie sicher.
  • Zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen schwimmt ein Krokodil durch die Unstrut.
  • Nun wird aus der Luft gesucht.
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Sondershausen. Nach einer vergeblichen Krokodil-Fahndung in Sachsen-Anhalt haben Polizei und Feuerwehr am Sonntag mit einem Großaufgebot in Thüringen nach dem Reptil gesucht. Eine Pferdebesitzerin will das Reptil gegen Mittag an der Unstrut bei Schönewerda (Kyffhäuserkreis) gesichtet haben. Daraufhin waren rund 80 Feuerwehrleute und Polizisten im Einsatz und durchkämmten ein etwa zwölf Kilometer großes Flussgebiet, wie Kreisbrandinspektor Jonas Weller der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Drohne und ein Polizeihubschrauber im Einsatz

Dabei wurden auch eine Drohne und ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Zuletzt wurde noch per Boot mit einer Wärmebildkamera nach dem Krokodil gesucht. Sollte das Tier auch damit nicht aufgespürt werden, werde die Suche eingestellt, bis es erneute Hinweise gebe, sagte Weller. Die Unstrut solle aber zwischen Ritteburg bis zur Landesgrenze Sachsen-Anhalt für Angler, Boote und Badende gesperrt bleiben. Das gelte auch für den Radweg an der Unstrut. Der Feuerwehr-Einsatzleiter Marcel Thomann sagte dem MDR Thüringen, eine Frau habe berichtet, dass das Tier mit aufgerissenem Maul am Ufer gelegen habe und dann ins Wasser geglitten sei. Die Feuerwehr schloss daraufhin mehrere Schleusen.

Badeverbot an der Unstrut

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Auch die Behörden in Sachsen-Anhalt reagierten auf die erneute Sichtung des nach Zeugen-Beschreibungen etwa zwei Meter großen Krokodils. “Das ist sehr glaubhaft und ich gehe davon aus, dass das Krokodil tatsächlich dort ist”, sagte der Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich (CDU), der Deutschen Presse-Agentur. “Feuerwehrleute beobachten auch auf unserer Seite den Wasserlauf”. Ulrich verlängerte das nach der ersten Sichtung verhängte Badeverbot an der Unstrut in seinem Landkreis und verbot am Sonntag darüber hinaus, zwischen der Grenze zu Thüringen und der Unstrut-Schleuse in Laucha zu angeln oder den Fluss mit Wasserfahrzeugen zu befahren. Weiter als bis dahin könne das Tier seit der Sichtung nicht gekommen sein. Die Verbote sollen ab Montag für die gesamte Unstrut gelten.

Anwohner, Radfahrer und Fußgänger rief Ulrich auf, ufernahe Gebiete zu meiden und sich bei Hinweisen auf den Aufenthaltsort des Krokodils bei der Polizei zu melden. Zuerst hatten vor rund einer Woche Angler in Sachsen-Anhalt gemeldet, den Exoten in der Unstrut gesichtet zu haben. Die großangelegte Suche nach dem Krokodil im Burgenlandkreis wurde dann aber am Donnerstag ergebnislos eingestellt.

RND/dpa

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