Wie Polizisten und Anwohner an Weihnachten einem Obdachlosen halfen

  • Als sein Lastenrad kaputt geht, strandet ein stummer Obdachloser in Karlsruhe.
  • Doch dann entwickelt sich „eine wahre Weihnachtsgeschichte“, wie die Polizei bei Facebook schreibt.
  • Polizisten und Anwohner helfen dem 58-Jährigen, der seine Reise schließlich gut gestärkt fortsetzen kann.
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Karlsruhe. Von einer „wahren Weihnachtsgeschichte“ berichtet die Polizei in Karlsruhe. Handelnde Personen sind ein gestrandeter, stummer Obdachloser sowie hilfsbereite Anwohner und Polizisten.

Der wohnsitzlose 58-Jährige ist zurzeit auf dem Weg zum Bodensee, dabei nutzt er ein Lastenrad, um seine persönlichen Gegenstände zu transportieren, wie die Polizei am Montagabend in einem Facebook-Post schreibt. Im Karlsruher Stadtteil Neureut habe dann allerdings ein Rad den Belastungen nicht mehr standgehalten und sei kaputtgegangen. Der 58-Jährige wollte das gebrochene Rad durch ein Holzrad ersetzen, wegen der geschlossenen Baumärkte an den Weihnachtsfeiertagen habe er sich aber nicht das notwendige Werkzeug und Material besorgen können.

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Mehrfach machten Anwohner anschließend die Polizei auf den gestrandeten Obdachlosen aufmerksam, der lehnte eine Unterbringung in einer wärmeren Einrichtung allerdings vehement ab. Bei einer erneuten Überprüfung am Samstagabend fragten die Beamten den 58-Jährigen schließlich, welche Utensilien er für seine Reparatur benötigen würde.

Der stumme Mann schrieb den Beamten daraufhin einen „Wunschzettel“ für die Reparatur. Die von ihm notierten Gegenstände, darunter diverse Schrauben, Holzlack, ein Schraubendreher sowie ein kleinen Bohrer, organisierten die Polizisten kurzerhand aus ihren privaten Haushalten und übergaben sie dem „äußerst glücklichen“ 58-Jährigen, wie die Polizei bei Facebook weiter schreibt.

Der Obdachlose, den Angaben zufolge daraufhin „richtig mitteilsam“, berichtete den Beamten anschließend, welche Strecke er bereits zurückgelegt habe und wohin er unterwegs sei. Außerdem „beschwerte“ er sich über die hilfsbereiten Anwohner – die hätten ihn derart mit Lebensmitteln versorgt, dass er gar nicht wisse, wann er das alles essen solle. Gut genährt habe der 58-Jährige schließlich seine Reise fortsetzen können, so die Polizei weiter.

RND/seb

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